Medienkompetenz von Schülern Kultusminister für Handyverbot nach der Grundschule
Medienbildung kann nicht früh genug beginnen. In Sachsen sollen künftig schon Erstklässler lernen, besser mit digitalen Medien umgehen. Für ältere ist ein Medienpass geplant.

Dresden - Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) kann sich auch ein Verbot privater Handys in den Klassenstufen 5 bis 8 vorstellen. „Wie das umgesetzt werden könnte, werden wir jetzt weiter besprechen“, sagte er nach einem Fachtag zur Medienpädagogik in Dresden. Das Treffen habe deutlich gezeigt: „Wir brauchen weniger privates Handy und mehr Medienkompetenz.“
Medienpass für Schüler der Klassenstufen 5 bis 8 geplant
Für Grundschulen in Sachsen ist die Nutzung privater Endgeräte bereits ab dem kommenden Schulhalbjahr mit wenigen medizinischen und pädagogischen Ausnahmen verboten. Ziel ist nun ein Medienpass für die Klassenstufen 5 bis 8. Schülerinnen und Schüler sollen sich auf diese Weise altersgerecht mit Themen wie Desinformation, Social Media und Online-Spielen auseinandersetzen. Dazu erhalten Schulen passende digitale Unterrichtsmodule und Begleitmaterialien.
Medienbildung von Beginn an
Zudem will Sachsen Medienbildung schon ab dem ersten Schuljahr vermitteln und dazu den Schulen einen Rahmen zur Orientierung geben. „Digitale Medien prägen den Alltag junger Menschen – in der Schule ebenso wie in der Freizeit“, betonte Clemens. Deshalb gelte es den Wissenserwerb über diese Medien zu stärken und zugleich eine reflektierte und gesunde Mediennutzung zu fördern.