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AfD Höcke besucht Externsteine - Mehrere hundert Demonstranten

Begleitet von Protesten tritt AfD-Politiker Björn Höcke in Nordrhein-Westfalen auf. Bei seiner ersten Station hat er das Besuchsprogramm kurzfristig geändert - viele Demonstranten warteten umsonst.

Von dpa 22.02.2026, 14:41
AfD-Politiker Björn Höcke besuchte die Externsteine.
AfD-Politiker Björn Höcke besuchte die Externsteine. Max Lametz/dpa

Horn-Bad Meinberg - Begleitet von Protesten und einem großen Polizeiaufgebot hat der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke die Externsteine im Teutoburger Wald besucht. Höcke hat sich dort mit mehreren nordrhein-westfälischen AfD-Politikern getroffen.

Eigentlich war laut Polizei ein Besuch am Hermannsdenkmal geplant. Dort hatten sich rund 350 Gegendemonstranten versammelt. Höcke sei mit seinem Besuchsprogramm dann aber kurzfristig auf die nahegelegenen Externsteine ausgewichen. Nur wenige Demonstranten bekamen das rechtzeitig mit.

Höcke und die AfD hatten sich auf mehrere Anfragen nicht zu den Besuchsplänen geäußert. Sowohl das Hermannsdenkmal als auch die Externsteine bekamen im Nationalsozialismus eine propagandistische Bedeutung - und haben für rechtsextreme Kreise bis heute als Kultort eine besondere Bedeutung. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Betreiber der beiden Ausflugsziele kämpft seit Jahren gegen die Vereinnahmung der Orte durch Rechtsextreme.

Auftritte auch in Dortmund und Düsseldorf

Am Abend wird Höcke als Redner beim Neujahresempfang der AfD-Fraktion im Dortmunder Rathaus erwartet. Die Stadt Dortmund hatte noch versucht, die Rede im Rathaus zu verbieten - war damit aber in einem Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gescheitert. In Dortmund sind Gegendemonstrationen mit mindestens 600 Teilnehmern vor dem Rathaus angekündigt.

Am Montagabend wird Höcke eine Rede im Düsseldorfer Stadtteil Garath halten. Dort hatte die AfD bei den nordrhein-westfälischen Kommunalwahlen im vergangenen Herbst einen Spitzenwert von rund 32 Prozent erzielt. Ein breites antifaschistisches Bündnis aus Bürgerinitiativen, Kirche und Zivilgesellschaft will gegen den Auftritt protestieren. Die Veranstalter haben zunächst rund 5.000 Teilnehmer bei der Polizei angemeldet, erwarten aber deutlich mehr.

Höcke ist stark umstritten. Zweimal wurde er wegen der Verwendung einer verbotenen Nazi-Parole rechtskräftig verurteilt. In Thüringen wird die AfD vom dortigen Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.