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Fußball-Bundesliga Heidenheims Trainer Schmidt findet sich mit Abstieg ab

Frank Schmidt will andere und sich nicht belügen. Der Trainer des 1. FC Heidenheim macht nach dem 0:2 im Abstiegsduell bei Werder Bremen deutlich, dass der Weg des Vereins in die 2. Liga führt.

Von dpa 01.03.2026, 05:46
Gibt sich keinen Illusionen hin: Heidenheims Trainer Frank Schmidt.
Gibt sich keinen Illusionen hin: Heidenheims Trainer Frank Schmidt. Carmen Jaspersen/dpa

Bremen - Trainer Frank Schmidt hat kaum noch Hoffnung auf den Verbleib seines 1. FC Heidenheim in der Fußball-Bundesliga und geht vom Abstieg nach drei Jahren Erstklassigkeit aus. Nach dem verdienten 0:2 des Tabellenletzten beim ebenfalls stark abstiegsgefährdeten SV Werder Bremen beschönigte der 52-Jährige nichts. 

„Am Ende haben wir heute deutlich unterstrichen, dass wir nicht daran vorbeikommen zu sagen, dass unser Weg - Stand heute - in die 2. Liga führt“, sagte Schmidt nach der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft im Weserstadion. 

Schmidts Rechnung der Hoffnungslosigkeit

Er rechnete vor, warum seine Hoffnung geschwunden ist. „Wir müssten mehr Punkte aufholen im Schnitt, als wir im Schnitt nach 24 Spieltagen geholt haben“, meinte Schmidt. Daher wäre es auch nicht richtig zu sagen, „der Glaube ist ungebrochen. Mit Hoffnung kommst du im Fußball sowieso nicht weit.“ Das Spiel in Bremen sei ein solcher Rückschritt gewesen, dass man sich mit dem Abstieg beschäftigen müsse „und jetzt viel Zeit hat, sich auf die 2. Liga vorzubereiten“. 

Nach dem elften Spiel ohne Sieg haben die Heidenheimer mit 14 Zählern schon acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, auf dem die Bremer nach ihrem ersten Erfolg nach 13 Spielen zumindest bis Sonntag vorgerückt sind. Mit der Punkteausbeute der Heidenheimer zu diesem Zeitpunkt der Saison schaffte bislang kein Verein seit Einführung der Drei-Punkte-Regel den Klassenverbleib. Erschwerend für den FCH kommt noch die mit 31 Toren schlechteste Tordifferenz hinzu.

Ex-Bremer Dinkci frustriert

Die Leistung im Weserstadion gab ebenfalls keinen Anlass zur Hoffnung. „Ich hatte das Gefühl, bei uns waren nur Fehler dabei“, sagte der gebürtige Bremer und Ex-Werder-Spieler Eren Dinkci selbstkritisch. „Jeder, der den Ball hatte, war alleingelassen.“ Es habe nicht jeder für den einzelnen gekämpft. 

„Wir müssen endlich mutig sein, mehr Eier in der Hose haben, um Fußball zu spielen“, forderte der vom SC Freiburg ausgeliehene Offensiv-Mann. „Wir sind in einer Situation, in der wir nichts mehr zu verlieren haben.“