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  5. Genderneutrale Sprache: In Disneyland wird auf Jungs und Mädchen verzichtet

Inklusion und DiversityKeine Prinzessin mehr: Disneyland-Besucher werden künftig genderneutral begrüßt

Disney legt großen Wert auf Inklusion und Diversität. Damit sich auch jeder in den Themenparks angesprochen fühlt, werden dort künftig genderneutrale Ansprachen gehalten.

30.03.2022, 15:58
Das Personal in den Disney-Themenparks soll nur noch genderneutrale Sprache benutzen.
Das Personal in den Disney-Themenparks soll nur noch genderneutrale Sprache benutzen. Foto: imago/ Aflo

Magdeburg/DUR/it - Disney hat angekündigt, dass sie in ihren US-Themenparks sämtliche Erwähnungen von Geschlechtern und traditionellen Geschlechterrollen abschaffen wollen.

Vivian Ware, die als "Diversity and Inclusion Managerin" bei Disney arbeitet, hat in einem Video, das bei Twitter gepostet wurde, über diese Änderung gesprochen. So sollen Redewendungen wie "Damen und Herren" sowie "Jungen und Mädchen" verschwinden. Das Personal soll extra Schulungen bekommen haben, um genderneutrale Ansprachen zu lernen. Besucher werden fortan mit "Hallo, allerseits", "Hallo, Freunde"  oder "Träumer jeden Alters" begrüßt.

Mit der genderneutralen Ansprache soll jeder Besucher "auf sinnvolle und integrative Weise einbezogen werden, sodass es für alle ein magischer und unvergesslicher Moment wird", sagte Ware in dem Video-Statement. Dementsprechend mussten sogar alle Tonaufnahmen geändert werden, ergänzt sie.

Auf Twitter reagierten die Nutzer vor allem negativ. Gerade die Kinder, die diese Parks besuchen, möchten Prinzessin oder Prinz genannt werden, schreibt ein Nutzer. Über die genderspezifische Sprache würden nur die Erwachsenen nachdenken, da es den Kindern egal sei. Einige haben sogar angekündigt, die Themenparks von Disney zukünftig nicht mehr zu besuchen.