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Tierseuche Geflügelpest hat Dresden erreicht: Zwei infizierte Wildvögel

Bisher blieb die Landeshauptstadt in diesem Winter von dem Virus verschont. Doch nun sind die ersten Fälle nachgewiesen.

Von dpa 05.01.2026, 16:19
Zwei mit Geflügelpest infizierte Graugänse wurden in Dresden gefunden. (Symbolbild)
Zwei mit Geflügelpest infizierte Graugänse wurden in Dresden gefunden. (Symbolbild) Klaus-Dietmar Gabbert/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Dresden - Erstmals in diesem Winter hat die Geflügelpest Dresden erreicht. Ende des vergangenen Jahres seien zwei wilde Graugänse tot an der Kiesgrube im Stadtteil Leuben gefunden worden, die mit dem Geflügelpest-Erreger H5N1 infiziert waren, teilte die Landeshauptstadt mit. Das bestätigten demnach Untersuchungen des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI).

Tote Tiere an Feuerwehr melden

Im Dresdner Stadtgebiet sollten tote Tiere, insbesondere Wildvögel, nicht angefasst werden. Funde können der Feuerwehr gemeldet werden. Sie sorgt gemeinsam mit den Tierseuchenbekämpfern des Veterinäramts für das Beseitigen der Tierkörper und wenn nötig für eine Untersuchung. Dieses Vorgehen soll einer weiteren Ausbreitung des hochansteckenden Virus entgegenwirken und die lokalen Geflügelbestände schützen. 

Geflügelhalter sind zu erhöhten Sicherheitsmaßnahmen aufgerufen. Geflügel muss etwa so gehalten werden, dass kein Kontakt zu Wildvögeln möglich ist. Für Stall oder Auslauf sind separate Schutzkleidung und Stallschuhe angeordnet. Sollte ein Tier tot gefunden werden, Symptome zeigen oder weniger Eier legen, muss das Veterinäramt informiert werden.

Bereits mehrere Ausbrüche in Sachsen

Im angrenzenden Landkreis Meißen musste Mitte Dezember wegen eines Geflügelpestausbruchs der gesamte Bestand eines Geflügelbetriebs von rund 310.000 Tiere getötet werden. Zuvor hatte es dort Ausbrüche bei zunächst rund 80.000 und später weiteren 40.000 Legehennen gegeben. 

Im November waren im Landkreis Meißen 8.000 Puten betroffen, Mitte Dezember wurden in einer Gänsezucht im Landkreis Leipzig 6.500 Tiere getötet. Im Zoo Leipzig mussten nach der Erkrankung eines Pelikans weitere sieben Tiere getötet werden. Zudem wurde das Virus bei rund 30 verendeten Wildvögeln im Freistaat nachgewiesen.