Landratswahl Einzelkandidat Schmidt gewinnt Landratswahl in Elbe-Elster
In der ersten Runde lag er noch auf dem zweiten Platz, nun hat sich Einzelkandidat Schmidt bei der Stichwahl für den Landratsposten in Elbe-Elster gegen den Amtsinhaber durchgesetzt.

Herzberg (Elster) - Im Kreis Elbe-Elster hat Einzelkandidat Marcel Schmidt die Landratswahl gegen den CDU-Amtsinhaber gewonnen. Er setzte sich in der Stichwahl mit 64,5 Prozent gegen Christian Jaschinski von der CDU mit 35,5 Prozent durch, wie aus dem vorläufigen Ergebnis des Landkreises hervorgeht. Der 36-Jährige kann damit Landrat werden. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,7 Prozent.
Schmidt aus Elsterwerda tritt für stabile Finanzen und die Förderung der Wirtschaft ein. Der gelernte Maler und Lackierer vertritt ein größeres Unternehmen. Bei der Debatte über eine Zentralklinik dringt er darauf, die bestehenden Standorte nicht aus dem Blick zu verlieren.
Landrat Jaschinski wollte in dritte Amtszeit gehen
Im ersten Wahlgang hatte kein Bewerber mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erreicht. Jaschinski lag am 15. Februar mit 34,6 Prozent vorn - vor Schmidt mit 30,8 Prozent.
Der ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter kam in der ersten Runde mit 27,6 Prozent auf den dritten Platz. Bei einem Erfolg wäre er der erste AfD-Landrat in Brandenburg gewesen. Der Verfassungsschutz stuft die AfD in Brandenburg als rechtsextremistisch ein. Der Linke-Politiker Christian Nürbchen, der für eine Listenvereinigung aus Linker und Grünen antrat, erhielt 7,1 Prozent.
Rund 85.000 Wahlberechtigte waren zur Stimmenabgabe aufgerufen. Der neue Landrat wird für acht Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit endet am 25. April.