Notfälle Dachschaden an Haus in Mitte: Bewohner noch nicht zurück
Wegen des beschädigten Daches in Berlin-Mitte bleibt das betroffene Haus für die Bewohner gesperrt. Wann sie zurückkehren können, ist offen.

Berlin - Das Haus mit dem einsturzgefährdeten Dachstuhl in Berlin-Mitte ist am Vormittag zunächst weiter für die Bewohner gesperrt geblieben. Das sagte ein Vertreter der zuständigen Bauaufsicht des Bezirks vor Ort. Die Wohnungen seien noch nicht wieder freigegeben. Auch die Absperrungen auf der Reinhardtstraße blieben noch bestehen.
Auf dem Gehweg vor dem Haus, das sich nur wenige Meter vom bekannten Friedrichstadt-Palast entfernt befindet, sollte ein sogenannter Passantenschutztunnel aufgestellt werden, wie er etwa vor Häusern steht, die saniert werden. Dann könnten die Bewohner sicher ins Haus kommen und die Fußgänger den Gehweg vor dem Haus nutzen.
Der Schaden an dem Dach des fünfstöckigen Hauses war laut Feuerwehr vor einigen Tagen aufgefallen. Demnach hatte sich der Dachstuhl nach vorn in Richtung Straße verschoben. 13 Menschen mussten am Donnerstag das Gebäude verlassen.
Am Abend begannen konkrete Sicherungsmaßnahmen durch Experten des Technischen Hilfswerks (THW). Ein großer Kran wurde aufgestellt. Stundenlang untersuchten Fachleute die Lage. Sie befestigten dann von innen Greifzangen mit Seilen an der Dachkonstruktion, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern. Bis in die Nacht wurde gearbeitet. Von außen brachte das THW eine Barriere an, damit Teile nicht herabstürzen konnten.