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Brandenburg Crumbach wirft BSW „Krawallopposition“ vor

Robert Crumbach zieht einen Schlussstrich: Warum ihm das BSW zu laut wurde und wie es nach dem Wechsel aus seiner Sicht nun weitergeht.

Von dpa 07.01.2026, 09:15
Robert Crumbach meint, das BSW habe sich zu stark verändert. (Archivbild)
Robert Crumbach meint, das BSW habe sich zu stark verändert. (Archivbild) Jens Kalaene/dpa

Potsdam - Nach seinem Abschied vom BSW und dem Ende der rot-lila Koalition in Brandenburg hat sich Finanzminister Robert Crumbach von seiner bisherigen Partei weiter distanziert. Mit Blick auf den bundesweiten Kurs des BSW sagte Crumbach im Deutschlandfunk: „Eine Krawallopposition zu sein, die nicht mehr darauf setzt, Gesellschaft gestalten zu wollen, sondern einfach nur krawallig zu kommentieren – das ist nicht meine Art von Politik.“ Angesprochen auf einen mutmaßlich autoritären Führungsstil der Parteispitze in Berlin, sagte er: „Meine Wortwahl wäre sicher eine andere. Meine Kritik an meiner früheren Partei ist eher eine inhaltliche.“ 

Crumbach war am Montag nach wochenlangem Streit im BSW aus der Partei und aus der Fraktion im Brandenburger Landtag ausgetreten, zwei weitere Abgeordnete folgten. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erklärte daraufhin die Regierungskoalition von Sozialdemokraten und BSW für gescheitert. Crumbach und ein weiterer bisheriger BSW-Abgeordneter wechselten in die SPD-Fraktion. Damit ist rechnerisch eine neue Koalitionsmehrheit aus SPD und CDU möglich, die Woidke nun anstrebt.

„Da eilt es nicht“, sagte Crumbach mit Blick auf die nun amtierende Minderheitsregierung. Man arbeite vertrauensvoll zusammen, die nötige Voraussetzung für das komplette Jahr 2026 sei erfüllt: „Der Haushalt steht“. Für 2027 werde ein neuer Haushalt benötigt. „Wenn der im Parlament beschlossen werden muss, dann bin ich sicher, wird dafür auch eine parlamentarische Mehrheit stehen.“