Gesundheitsversorgung Brandenburg gibt 2026 zwölf Millionen Euro für Polikliniken
Mehrere Arztpraxen und Gesundheitsleistungen an einem Ort sind für Brandenburgs Gesundheitsministerin ein Weg für die Zukunft. Mit Millionen Euro sollen Krankenhausstandorte zu Poliklinken werden.

Potsdam - Das Brandenburger Gesundheitsministerium will in der ärztlichen Versorgung auf Poliklinken setzen und dafür in diesem Jahr zwölf Millionen Euro ausgeben. „Wir wollen alle Krankenhausstandorte als Orte der regionalen Gesundheitsversorgung weiterentwickeln“, teilte Gesundheitsministerin Britta Müller (parteilos) mit. Ambulante Infrastruktur solle gezielt gestärkt werden.
Bis 2030 stehen demnach bis zu 40 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Zukunftspakets Brandenburg zur Verfügung. Die sogenannte Poliklinik-Förderrichtline sei dafür nun beschlossen. Gefördert werde damit unter anderem die Umnutzung und bauliche Anpassung bestehender Gebäude.
„Gerade in den ostdeutschen Bundesländern ist der Begriff Poliklinik positiv besetzt“, so Müller. Viele Menschen verbänden damit Übersichtlichkeit und Verlässlichkeit. Der Begriff Poliklinik stammt aus DDR-Zeiten und bezeichnet ein medizinisches Versorgungszentrum, das ambulante und stationäre Gesundheitsleistungen kombiniert. Hintergrund des wieder aufkommenden Konzepts ist die Krankenhausreform des Bundes.