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Innenministerin Behrens übt Kritik an Solidaritätsdemos für RAF-Terroristin

In der Vergangenheit gab es vereinzelt Solidaritäts-Demos für die inhaftierte Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette. Niedersachsens Innenministerin hat eine deutliche Meinung dazu.

Von dpa 23.04.2024, 09:27
Daniela Behrens, Innenministerin von Niedersachsen.
Daniela Behrens, Innenministerin von Niedersachsen. Moritz Frankenberg/dpa

Hannover - Solidaritäts-Demonstrationen für die inhaftierte Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette stoßen bei Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens auf deutliche Kritik. „Daniela Klette ist Teil der dritten RAF-Generation gewesen und war mutmaßlich beteiligt an Mordversuchen und Morden“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag).

Um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren, habe Klette auch in Niedersachsen schwerste Raubüberfälle begangen, sagte die Innenministerin. „In ihrer Wohnung sind unter anderem Waffen gefunden worden. Daher kann ich diese Solidaritätsbekundungen überhaupt nicht verstehen.“ Die RAF-Opfer und die Angehörigen müssten solche Demonstrationen ganz schrecklich finden, so die Politikerin.

Die Ermittler legen Klette, die Ende Februar in Berlin-Kreuzberg festgenommen wurde, zweifachen versuchten Mord, Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle mit Schusswaffengebrauch zur Last. Sie gehörte wie ihre Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub, nach denen weiter gefahndet wird, der sogenannten dritten Generation der linksextremistischen RAF an. 1998 erklärte sich die RAF für aufgelöst. In der Vergangenheit gab es vereinzelt Solidaritäts-Demos für Klette - Mitte April etwa in Verden.