Sicherheitsmaßnahmen geplant 1. FC Magdeburg reagiert nach Ausschreitungen
Nach gewaltsamen Szenen beim Dresden-Spiel will Magdeburg die Sicherheit verschärfen. Was sich für Fans im Stadion jetzt ändert und warum der Verein auf Mithilfe setzt.

Magdeburg - Der 1. FC Magdeburg reagiert nach den gewaltsamen Ausschreitungen vor rund vier Wochen beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden und will Sicherheitsmaßnahmen ausbauen. So sollen die Gästebereiche innerhalb der kommenden zwei Wochen umgebaut werden, um eine nachhaltige Trennung der Bereiche zu gewährleisten, teilte der Verein mit.
Auch die Kameraüberwachung soll technisch optimiert werden. Mobile Cateringstände, mobile Absperrgitter und lose Gegenstände wie Klapptische sollen künftig nicht mehr im Bereich des Heimblocks stehen. Bei den Ausschreitungen, bei denen mehr als 70 Polizisten zum Teil schwer verletzt worden waren, hatten Fans auch Absperrgitter und Gullydeckel auf Polizisten geworfen.
Fan sollen aktiv mitwirken
Gleichzeitig rief der Verein Fans dazu auf, aktiv bei der Ermittlung von Tätern mitzuwirken. Bislang lägen dem Verein keine personenbezogenen Täterdaten zu den Vorfällen am Spieltag vor. Erst wenn dies der Fall sei, könnten Stadionverbotsverfahren eingeleitet werden. Der Verein verwies aber auch darauf, dass Differenzierung wichtig sei. Das Fehlverhalten einzelner Personen stehe nicht stellvertretend für die große Mehrheit friedlicher Anhänger.