Fördermittel 1,5 Millionen Euro für Friedensstudium
Internationale Zusammenarbeit, Stipendien und Workshops: Wie Magdeburg neue Perspektiven auf Frieden und Konflikt bringt und wer das Ganze unterstützt.

Magdeburg - Ein spezieller Studiengang zur internationalen Friedensforschung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erhält eine Millionenförderung. Bis 2034 sollen Bundesmittel in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro in den Masterstudiengang „Peace and Conflict Studies“ fließen, wie die Uni mitteilte.
So werden im Rahmen des Helmut-Schmidt-Programms des Deutschen Akademischen Auslandsamtes (DAAD) etwa acht Stipendien pro Jahrgang finanziert. Zudem sollen die Mittel für wissenschaftliche Veranstaltungen und thematische Workshops genutzt werden, die alle Studierenden der Uni in Anspruch nehmen können.
Bezug auch zu Sachsen-Anhalt möglich
„Das Studium bereitet künftige Fach- und Führungskräfte aus dem Globalen Süden auf berufliche Aufgaben nach den Prinzipien guter Regierungsführung vor“, so die Uni in der Mitteilung. Gleichzeitig profitierten deutsche Studierende durch neue Einsichten und Perspektiven auf alternative Konfliktlösungsansätze aus der ganzen Welt. Der Studiengang könne auch dazu beitragen, Konflikte in der Gesellschaft Sachsen-Anhalts anzusprechen.
Der Ausdruck „globaler Süden“ wird etwa anstelle von umstrittenen anderen Bezeichnungen wie „Entwicklungsländer“ oder „Schwellenländer“ verwendet. Laut Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bezieht sich die Formulierung auf politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich benachteiligte Staaten, aber nicht zwangsläufig auf deren geografische Lage.