Jobverweigerer unter Druck Zumutbare Stelle und dennoch Geld vom Staat - das droht Arbeitslosen in Sachsen-Anhalt
Mit schärferen Sanktionen will der Bund gegen Arbeitslose vorgehen, die zumutbare Stellen ablehnen. Wie oft kommt das vor? Was die Daten offenbaren und worauf Firmen drängen.

Halle/MZ. - Sie sind fit und beziehen Geld vom Staat: Die Bundesregierung will den Druck auf Erwerbslose erhöhen, die Jobangebote ausschlagen. Laut eines Gesetzentwurfs soll erwerbsfähigen Leistungsempfängern, die wiederholt Stellen ablehnen, das Bürgergeld kurzfristig komplett gestrichen werden können. Laut Daten der Bundesagentur für Arbeit sind Jobverweigerer in Sachsen-Anhalt jedoch relativ selten. Firmen sehen indes in der Höhe des Bürgergelds einen Treiber des Personalmangels. „Das schwächt den Arbeitsanreiz deutlich“, sagte Hendrik Senkbeil von der Industrie und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) der MZ.