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Büromaterial aus Bad Gottleuba Nach Insolvenz von Kolibri: So steht es um die Kult-Marke aus der DDR

Fünf Monate nach der Insolvenz arbeitet der traditionsreiche Büromittelhersteller Kolibri wieder kostendeckend. Nun laufen Gespräche mit drei potenziellen Käufern.

Von Tim Müller 10.02.2026, 13:29
Gerade zu DDR-Zeiten war die Marke Kolibri für ihre Hefter und Mappen beliebt.
Gerade zu DDR-Zeiten war die Marke Kolibri für ihre Hefter und Mappen beliebt. Symbolbild: Imago/Shotshop

Bad Gottleuba. – Gute Nachrichten für den DDR-Büromittelhersteller Kolibri: Fünf Monate nach der Insolvenz arbeitet das Unternehmen wieder kostendeckend. Parallel dazu läuft weiterhin die Suche nach einem Käufer.

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DDR-Marke Kolibri: Gespräche mit Interessenten

Wie Insolvenzverwalter Nils Freudenberg gegenüber der "Sächsischen Zeitung" sagte, gebe es aktuell Gespräche mit drei Interessenten. Einen festen Zeitpunkt, bis zu dem ein Verkauf abgeschlossen sein müsse, gebe es jedoch nicht.

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Bereits im November hatte die Gläubigerversammlung beschlossen, dass Kolibri weiter bestehen soll. Die Voraussetzung dafür seien jedoch keine weiteren Verluste. Laut Freudenberg werde diese Voraussetzung erfüllt. 

Betriebsgrundstück in Bad Gottleuba soll verkauft werden

Dadurch bestehe beim Abschluss eines Kaufvertrages kein Zeitdruck. Zudem erschwere die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage potenziellen Käufern derzeit Investitionsentscheidungen.

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Zudem soll ein nicht mehr benötigtes Betriebsgrundstück in Bad Gottleuba (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) verkauft werden. Laut der Sächsischen Zeitung hatte die Gläubigerversammlung auch darüber entschieden.

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Bislang sei das Grundstück jedoch noch nicht veräußert worden, so Freudenberg. Der Verkauf soll zusätzliche Einnahmen für das Unternehmen bringen.

Kolibri-Produkte haben mit Digitalisierung zu kämpfen

Obwohl Kolibri bereits so kurze Zeit nach der Insolvenz wieder kostendeckend arbeiten konnte, bleibt die Lage in der Branche schwierig. Produkte wie Mappen und Hefter seien in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung weniger gefragt.

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Laut Freudenberg könnte das Sortiment des Büromittelherstellers jedoch eine sinnvolle Ergänzung für andere Produzenten sein. Bereits jetzt fertige Kolibri kaum noch eigene Produkte an. Stattdessen wird im Auftrag bekannter Marken wie zum Beispiel Soennecken gearbeitet.

Insolvenz bei Kolibri: Unternehmen musste ein Drittel der Mitarbeiter entlassen

Kolibri wurde vor 89 Jahren in Dresden gegründet und hat seit mehr als 80 Jahren seinen Firmensitz in Bad Gottleuba. Im Zuge der Insolvenz mussten zehn Mitarbeiter entlassen werden. Für die aktuell 19 Beschäftigten seien keine weitere Personalkürzungen vorgesehen.