Hospitalisierungsquote „0“

Im Salzland wird zurzeit niemand wegen Covid-19 stationär behandelt

Kreisverwaltung hat die Testpflichten bisher nicht verschärft, obwohl die Inzidenz von 35 an drei Tagen hintereinander überschritten wurde.

Von Torsten Adam 22.09.2021, 10:00
Das Landesamt für Verbraucherschutz meldete für den Salzlandkreis am Sonntag eine Inzidenz von 59,22, am Dienstag lag sie bei 60,8.
Das Landesamt für Verbraucherschutz meldete für den Salzlandkreis am Sonntag eine Inzidenz von 59,22, am Dienstag lag sie bei 60,8. Screenshot: lavst.azurewebsites.net

Bernburg/MZ - Die Sieben-Tage-Inzidenz im Salzlandkreis nähert sich weiter dem Bundesdurchschnitt (71,0). Am Montag lag der Wert nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 59,7 nach 57,1 am Sonntag. In Sachsen-Anhalt weist nur der Bördekreis (66,2) einen höheren Wert auf.

Landesweit hat die Region weiterhin die niedrigste Impfquote. Laut Sozialministerium sind erst 52,5 Prozent der Salzländer vollständig geimpft, der Landesschnitt ist mit 59,4 Prozent deutlich höher.

Das Gesundheitsamt meldete übers Wochenende 42 weitere Corona-Neuinfektionen. Insgesamt gelten 147 Einwohner aktuell als infiziert. Die meisten von ihnen leben in Aschersleben (43), Bernburg (34) und Schönebeck. Die Infektionen im Rest des Altkreises verteilen sich auf die Verbandsgemeinde Saale-Wipper (5) sowie Könnern und Nienburg (jeweils 3).

Bislang hat die Kreisverwaltung von der Möglichkeit einer Verschärfung der Testpflicht in weiteren öffentlichen Einrichtungen keinen Gebrauch gemacht. Die Bedingungen dafür sind durch das Überschreiten der Inzidenzgrenze von 35 an drei Tagen hintereinander erfüllt.

Allerdings liegt die Hospitalisierungsquote im Salzland immer noch bei Null. Das heißt, dass momentan kein Einwohner aufgrund einer Covid-19-Erkrankung stationär behandelt werden muss. Von 36 Intensivbetten in den Ameos-Kliniken des Salzlandkreises sind sechs frei. Die Situation in den Krankenhäusern soll nach dem Willen der Politik künftig bei der Verhängung einschränkender Maßnahmen stärker berücksichtigt werden.