Unfall

Flucht vor Polizei: Fahrt endet im Bach bei Alsleben

Für die Feuerwehr ist es zweiter Fall in 2021. Der Fahrer hatte keinen Führerschein, das Auto war nicht zugelassen und hatte falsche Kennzeichen.

Von Katharina Thormann
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr landete ein Auto im Bach in Alsleben.
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr landete ein Auto im Bach in Alsleben. Foto: Feuerwehr Alslben

Alsleben/MZ - So langsam sitzen die Handgriffe für die Retter der Feuerwehr Alsleben wie aus dem Effeff. Denn nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr mussten sie ein Fahrzeug aus einer misslichen Lagen am Wiesenbach am Ortsausgang in Richtung Großwirschleben befreien. Gegen 16 Uhr schrillte am Dienstag der Alarm für die Retter. Als sie vor Ort an der Holzbrücke hinter dem Schwimmbad ankamen, steckte der Ford Kombi mit der Front schon im Gewässer. Fahrer und Beifahrer hatten sich zu dieser Zeit schon allein aus dem Auto befreit und blieben unverletzt. Nach zweieinhalb Stunden war laut stellvertretendem Stadtwehrleiter Karsten Elter das Fahrzeug aus dem Wasser gezogen und für den Abschlepper umgesetzt.

Unfall wird ein Nachspiel haben

Doch für die beiden jungen Männer wird der Unfall wohl ein Nachspiel haben. Denn sie waren zuvor auf der Flucht vor der Polizei gewesen, bevor ihre Fahrt im Bach endete. Nach Angaben aus dem Revier wollten Beamte das Fahrzeug kontrollieren, als das Duo sich stattdessen den Weg Richtung kleiner Holzbrücke bahnte. Hierbei kam es zur Gefährdung einer Fußgängerin im Bereich des Theodor-Siebert-Platzes. Die Frau blieb zum Glück unverletzt, als der Mann mit hoher Geschwindigkeit (80-90 km/h) an ihr vorbeifuhr. Der Mann flüchtete weiter über einen Feldweg, an dessen Ende er beim Linksabbiegen die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und in einen Bach fuhr.

Der 35-Jährige ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und das Fahrzeug war nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen war nicht vergeben und der Mann stand augenscheinlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Ein freiwilliger Schnelltest regierte positiv.Vor Ort wurde auch ein Drogenschnelltest durchgeführt und eine Blutprobenentnahme angeordnet.

Der Einsatz erinnerte die Retter der Feuerwehr Alsleben an eine kalte Nacht Mitte März, in der sie nur wenige Meter weiter an einer zweiten Brücke ebenfalls ein Fahrzeug aus dem Bach befreien mussten. Dort war laut Wehrleiter Karsten Elter ein Pärchen aus Bayern mit ihrem Fahrzeug in eine missliche Lage geraten. Direkt an der Brücke des Wiesenbachs drohte das Fahrzeug in den Bach zu stürzen. Das Paar konnte sich aber zumindest selbst aus dem Fahrzeug befreien und in Sicherheit bringen. Offenbar hatte sie zuvor das Navigationsgerät in ihrem Fahrzeug auf die falsche Fährte gelockt.