Alter Spielplatz

Am Goetheplatz in Nienburg könnten eine kleine Burg gebaut werden

Die bisher vorhandenen Spielgeräte sind marode und in einem sehr schlechten Zustand. Architektenbüro stellte erste Entwürfe vor.

Von Andreas Braun
Der Spielplatz auf dem Goetheplatz in Nienburg wird umgestaltet.
Der Spielplatz auf dem Goetheplatz in Nienburg wird umgestaltet. (Foto: Engelbert Pülicher)

Nienburg/MZ - Nein, so richtig Spaß macht es nicht mehr, auf dem Spielplatz am Goetheplatz in Nienburg zu spielen. Der Spielplatz ist stark sanierungsbedürftig, und die bisher vorhandenen Spielgeräte sind marode und in einem sehr schlechten Zustand. So schätzt die Stadt selbst den kommunalen Spielplatz ein.

Darum soll sich etwas ändern. Das ist seit längerem klar, doch nun ist das Geld im Haushalt eingestellt, und ein Architektenbüro hat erste Ideen vorgelegt. Im Sozialausschuss des Nienburger Stadtrates wurden die jetzt vorgestellt.

Die Stadt will den Spielplatz am Goetheplatz komplett neu gestalten. Nicht nur die Spielgeräte sollen ausgetauscht werden, sondern es ist vorgesehen, dass das ganze Gelände neu gestaltet wird. 150.000 Euro sind dafür vorerst vorgesehen. Möglich ist das über das Programm „Förderung des sozialen Zusammenhalts“.

Hier werden zwei Drittel der Kosten übernommen. Das heißt in diesem Fall, dass 100.000 Euro aus dem Fördertopf kommen, 50.000 Euro ist der Stadtanteil. Ein entsprechender Bewilligungsbescheid liegt vor, heißt es in der Beschlussvorlage, die im Sozialausschuss am Montagabend beraten wurde.

Das beauftragte Architekturbüro hat vier Konzepte zur Neugestaltung des Spielplatzes entworfen. Es war der Wunsch der Stadt, dass die zukünftige Gestaltung des Spielplatzes einen Bezug zu Nienburg herstellt. Auch wurde in der Planung und Vorbereitung großer Wert darauf gelegt, dass der Klimaschutz Berücksichtigung findet. Es wurde angestrebt, Spielgeräte aus recyceltem Kunststoff aufzubauen. Mit der Neugestaltung des Spielplatzes sollen sich nicht nur Besucher aus Nienburg angesprochen fühlen, sondern auch aus dem Umland der Stadt kommen.

Die Grundidee ist bei allen Varianten dieselbe. Die Saale bildet das Vorbild für den Weg. Der Untergrund wird meist aus Fallschutzmatten gebildet, die farblich gestaltet sein können. So zum Beispiel, wenn die Schiffe auf dem blauen Wasser „schwimmen“. Die Schiffe, auf den gespielt werden kann, bilden den Bezug zu Nienburg als Stadt des Schiffsbaus. Eine andere Variante ist der Spielplatz mit Burgen. Eine hält sich eher an den klassischen Spielplatz für kleine Kinder und größere. Die vierte Variante ist eine, die Schiffe und Burgen verbindet.

Aus dem Ausschuss heraus kam die Diskussion auf, ob es denn nicht besser gewesen wäre, dass man die Bewohner im Vorfeld hätte befragen können, was sie sich als Spielplatz vorstellen können. Daraus wurde die Empfehlung an den Stadtrat gegeben, dass man im Amtsblatt und auf der Internetseite der Stadt die Konzepte vorstellt und Meinungen und Anregungen sammelt.

Doris Rohrbach findet das wiederum nicht gut. „Wir sollten uns für einen Vorschlag entscheiden. Alles andere hat die Gefahr, dass es wieder zerredet wird und von den Vorschlägen nichts mehr übrig bleibt. Ich werde im Stadtrat wieder den Antrag stellen, dass wir sofort eines der Konzepte weiterverfolgen“, sagt die Neugatterslebenerin.