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Hitze behält Sachsen-Anhalt im Griff - Unwettergefahr am Montagabend

Temperaturen um die 30 Grad Celsius bestimmten das letzte Juni-Wochenende. Der DWD hatte zuvor vor einer starken Wärmebelastung gewarnt. Am Montagabend kam es vereinzelt zu Gewittern kommen. Wie es mit dem  Wetter in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen weitergeht.

Von DUR Aktualisiert: 27.06.2022, 22:10
Hitze beherrscht Sachsen-Anhalt auch zu Wochenbeginn. Am Abend könnten teils heftige Gewitter etwas Abkühlung bringen.
Hitze beherrscht Sachsen-Anhalt auch zu Wochenbeginn. Am Abend könnten teils heftige Gewitter etwas Abkühlung bringen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Patrick Pleul

Magdeburg/Halle (Saale) – Auch am Montag lässt die Hitze viele Menschen in Sachsen-Anhalt stöhnen. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt, behält die große Wärme das Land weiter fest im Griff. Die Temperaturen klettern erneut auf bis zu 33 Grad.
Sachsen-Anhalt liegt weiter unter Tiefdruckeinfluss im Zustrom feuchtwarmer bis heißer Luft. Der DWD warnt auch zu Wochenbeginn vor starker Hitzebelastung in Sachsen-Anhalt und vor Unwettergefahr!

Wetter am Montag in Sachsen-Anhalt - vereinzelt schwere Gewitter möglich: Unwetterwarnung für mehrere Regionen

In Sachsen-Anhalt werden zum Abend von Südwesten häufiger, teils schwere Gewitter mit heftigem Starkregen um 35 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde erwartet. Zudem sei Hagel und schwere Sturmböen mit bis zu 100 km/h (Bft 10) möglich. 

Der Deutsche Wetterdienst hat am Abend bereits für mehrere Regionen Unwetterwarnungen herausgegeben. Sowohl im Kreis Wittenberg als auch in Anhalt-Bitterfeld warnt der DWD vor teils schweren Gewittern der Stufe 3. Die Warnung gilt bis 23 Uhr. Die Unwetterwarnung für den Burgenlandkreis vor starkem Gewitter gilt bis voraussichtlich 22:30 Uhr. 

In der Nacht zum Dienstag von Westen abklingende Gewitter, vor allem nach Osten hin in der ersten Nachthälfte noch mehrstündiger Starkregen um 20 bis 30 l/qm in sechs Stunden und eingelagerte Gewitter.

Vorhersage: So wird das Wetter in Sachsen-Anhalt am Montag

Am Montag in der ersten Tageshälfte in der Osthälfte bei wenigen Wolken viel Sonnenschein, in der Westhälfte dagegen viele Wolken, trocken. Im Verlauf der zweiten Tageshälfte von Westen her zunehmende Bewölkung und teils kräftige Schauer oder Gewitter mit heftigem Starkregen, größerem Hagel und schweren Sturmböen. Hier besteht Unwettergefahr!

Höchsttemperaturen von West nach Ost von 28 bis 34, im Harz 22 bis 29 Grad. Meist nur schwacher Wind. In der Nacht zum Dienstag zunächst stark bewölkt und gebietsweise kräftiger schauerartiger Regen mit eingelagerten Gewittern. Im Verlauf der zweiten Nachthälfte ostwärts abziehende Niederschläge und von Westen her Bewölkungsrückgang. Tiefsttemperaturen 18 bis 13 Grad. Meist nur schwachwindig.

Wetter: So beginnt die Woche in Sachsen

Am Montag bis zum frühen Nachmittag bei wenigen Wolken viel Sonnenschein. Im weiteren Verlauf von Westen her zunehmende Bewölkung und teils kräftige Schauer oder Gewitter mit heftigem Starkregen, größerem Hagel und schweren Sturmböen. Unwettergefahr! In der Oberlausitz dagegen bis zum Abend meist noch trocken. Höchsttemperaturen 32 bis 35, im Bergland 27 bis 32 Grad. Meist nur schwacher Wind.

So wird das Wetter in Thüringen

Am Montagabend zieht es sich in Thüringen zu. Außerdem sind Schauer und Gewitter zu erwarten. Damit kündigt sich auch die Kaltfront an, die ab Montag für ein erhöhtes Unwetterrisiko sorgt.

Warnstufen und Farbskala: Was bedeuten die Unwetterwarnungen des DWD?

Der Deutsche Wetterdienst unterteilt seine Unwetterwarnungen in vier Stufen und verwendet dafür unterschiedliche Farben:

  • Stufe 1 - Amtliche Warnung (Gelb): Die erwartete Wetterentwicklung ist nicht ungewöhnlich, trotzdem können wetterbedingt Gefährdungen auftreten.
  • Stufe 2 – Amtliche Warnung vor markantem Wetter (Orange): Die erwartete Wetterentwicklung ist nicht ungewöhnlich, aber gefährlich. Es können vereinzelt oder örtlich Schäden auftreten.
  • Stufe 3 – Amtliche Unwetterwarnung (Rot): Die erwartete Wetterentwicklung ist sehr gefährlich. Es können verbreitet Schäden auftreten. Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien.
  • Stufe 4 – Amtliche Warnung vor extremem Unwetter (Violett): Die erwartete Wetterentwicklung ist extrem gefährlich. Es können lebensbedrohliche Situationen entstehen und große Schäden und Zerstörungen auftreten. Häufig sind dabei größere Gebiete betroffen. Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien. Bereiten Sie sich auf außergewöhnliche Maßnahmen vor.

Unwetterwarnung: Wie verhält man sich bei Unwetter richtig?

Besteht eine amtliche Unwetterwarnung, sollte der Aufenthalt im Freien möglichst vermieden werden. Wenn noch ausreichend Zeit ist, sollten Sie bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel oder Fahrräder sichern sowie Türen und Fenster schließen. Empfindliche Geräte sollten sicherheitshalber vom Netz genommen oder mit einem Überspannungsschutz gesichert werden.

Wer im Freien von einem Unwetter überrascht wird, sollte Schutz in einem Gebäude suchen. Bei Gewitter sollte offenes Gelände gemieden und ausreichend Abstand zu Stromleitungen gehalten werden. Auch ein Auto kann Schutz vor Gewittern bieten. Bleiben Sie im Fahrzeug, aber berühren Sie keine blanken Metallteile.

Richtiges Verhalten nach dem Unwetter: Wer kommt für Unwetterschäden an Haus und Auto?

Sollte das Unwetter Schäden an Haus oder Auto verursacht haben, sollten Sie die Beschädigungen am besten per Foto dokumentieren und – sofern vorhanden – Ihrer Versicherung melden. Schäden am Haus sind in der Regel über die Hausrat- oder die Wohngebäudeversicherung abgedeckt.

Schäden am Auto durch Blitzschlag, Brand, Hagel oder Überschwemmung sind meist ein Fall für die Kaskoversicherung.

Begründete Arbeitsverhinderung: Muss ich auch bei Unwetter zur Arbeit fahren?

Arbeitnehmer sind dazu verpflichtet, pünktlich zur Arbeit zu kommen - auch bei schlechter Witterung. Darauf weist der DGB Rechtsschutz hin. Weil Arbeitnehmer das sogenannte Wegerisiko tragen, zählen Verkehrsbehinderungen oder verspätete Züge durch Unwetter nicht als Ausrede, wenn man zur spät zur Arbeit erscheint.

Ausnahmen gibt es jedoch, wenn offiziell, etwa von Meteorologen, vor Unwetter gewarnt wird. Bei einem Sturm, vor dem bereits im Vorfeld gewarnt wird, kann eine sogenannte begründete Arbeitsverhinderung vorliegen.

In diesem Fall können Arbeitnehmer zu Hause bleiben, sie hätten allerdings keinen Anspruch auf Vergütung, so Diplom-Geograf Matthias Habel gegenüber RND. Zudem sollte der Arbeitgeber rechtzeitig darüber informiert werden, sonst droht im schlimmsten Fall eine Abmahnung.

Unwetter-Warn-Apps für iOS und Android

Um rechtzeitig über ein nahendes Unwetter informiert zu werden, bietet sich die Nutzung von Warn-Apps für das Smartphone an. Warnmeldungen erhalten Sie unter anderem über die NINA-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Katwarn oder die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes.