"alles wird teurer"

Strom, Lebensmittel und Co.: Gestiegene Preise belasten Menschen in Sachsen-Anhalt enorm

Sei es das Benzin, der Strom oder sogar der Lieblingsfrischkäse im Kühlregal - Verbraucher spüren aktuell an jeder Ecke, dass die Preise steigen. Viele Menschen frustriert diese finanzielle Belastung. Das versprochene Entlastungspaket der Bundesregierung stößt dabei nur auf verhaltene Hoffnung.

12.05.2022, 13:36
Im April stiegen die Preise laut Statistischem Bundesamt um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Foto: Agentur 54 Grad/
Im April stiegen die Preise laut Statistischem Bundesamt um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Foto: Agentur 54 Grad/ IMAGO

Leipzig/dpa - Laut einer MDR-Umfrage haben die Preissteigerungen bereits große Auswirkungen auf die Menschen in Mitteldeutschland. Drei Viertel der rund 29 000 Befragten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gaben an, dass die gestiegenen Preise sie stark belasten. Lediglich 23 Prozent gaben an, dass die finanzielle Mehrbelastung sich nur wenig bemerkbar mache.

Die Mehrheit der Befragten sagte, dass sie derzeit vor allem Strom spare, Preise stärker vergleiche, Alltagseinkäufe reduziere oder günstigere Produkte kaufe. Zudem haben mehr als ein Drittel ihre Urlaubspläne aufgrund der Preissteigerungen geändert, Freizeitaktivitäten runtergefahren und das Auto öfter stehen gelassen. Im April stiegen die Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland laut Statistischem Bundesamt um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Entlastungspaket der Bundesregierung sorgt nur begrenzt für Hoffnung

Das angekündigte Entlastungspaket der Bundesregierung sahen die meisten Befragten skeptisch: 83 Prozent denken demnach nicht, dass Energiepauschale, Kinderbonus und 9-Euro-Ticket sie tatsächlich spürbar entlasten werden. 58 Prozent der Befragten gaben an, das vergünstigte ÖPNV-Ticket nicht kaufen zu wollen. Gerade einmal 21 Prozent gaben an, das 9-Euro-Ticket nutzen zu wollen. Neun Prozent nutzen demnach bereits eine Dauerkarte für den öffentlichen Nahverkehr. Rund zwei Drittel hätten es lieber gesehen, wenn die dafür freigegebenen Gelder in den ÖPNV-Ausbau gesteckt worden wären.