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Sachsen-Anhalts Zahnärzte warnen vor Versorgungsengpässen bei Corona-Impfpflicht

Drohen Sachsen-Anhalts Zahnarztpraxen Versorgungsengpässe, durch die Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen?

22.02.2022, 17:39
In den Zahnarztpraxen in Sachsen-Anhalt drohen nach Ansicht der Zahnarztverbände bei der Umsetzung der Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen Versorgungsengpässe.
In den Zahnarztpraxen in Sachsen-Anhalt drohen nach Ansicht der Zahnarztverbände bei der Umsetzung der Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen Versorgungsengpässe. Foto: dpa/Symbol/Andreas Gebert

Magdeburg/dpa - In den Zahnarztpraxen in Sachsen-Anhalt drohen nach Ansicht der Zahnarztverbände bei der Umsetzung der Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen Versorgungsengpässe. Wie die Kassenzahnärztliche Vereinigung und die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt am Dienstag mitteilten, hätten bei einer Umfrage unter Zahnärzten ein Viertel der Teilnehmer angegeben, selber nicht geimpft zu sein. Wenn diese Zahnärzte ab Mitte März 2022 ihre Praxen nicht mehr betreten dürften, seien «deutliche Verwerfungen in der zahnärztlichen Versorgung der Bevölkerung» zu erwarten.

Hinzu komme, dass die Impfpflicht auch für die Mitarbeitenden in den Praxen gelte. Laut Angabe der Teilnehmenden sind 43,8 Prozent ihrer Teams vollständig, 46,1 Prozent teilweise und 10,1 Prozent überhaupt nicht geimpft. In mehr als 50 Prozent der Praxen könne es deshalb zu spürbaren Einschränkungen der Behandlungskapazitäten kommen. Dies müssten die Gesundheitsämter berücksichtigen, wenn sie über die konkreten Tätigkeits- oder Betretungsverbote für nicht-immunisiertes Praxispersonal entscheiden.