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Kaum noch Nachfrage an Corona-Schutz: Droht Tausenden Impfdosen in Sachsen-Anhalt die Vernichtung?

Etwa drei Millionen Corona-Impfdosen könnten in Deutschland die Vernichtung drohen. Das liegt daran, dass mehr Impfstoff zur Verfügung steht, als es die Nachfrage hergibt. Wie sieht die Situation in Sachsen-Anhalt aus?

13.04.2022, 16:59
Droht Tausenden Corona-Impfdosen in Sachsen-Anhalt die Vernichtung?
Droht Tausenden Corona-Impfdosen in Sachsen-Anhalt die Vernichtung? Foto: imago images/Addictive Stock

Magdeburg/DUR/awe - Vor wenigen Tagen gab das Bundesgesundheitsministerium bekannt, dass fast drei Millionen Dosen von Corona-Schutzimpfungen bis Ende Juni die Vernichtung droht. Man habe momentan mehr Impfstoff zur Verfügung als genutzt werde und gespendet werden könne.

Die internationale Impfstoffinitiative Covax nehme zum Beispiel zur Zeit keine Spenden mehr an. "Deswegen besteht durchaus eine Gefahr, dass Impfstoff verworfen wird", so ein Sprecher des Ministeriums. Die Nachfrage sei deutlich geringer, als es gut wäre.

Impfstoff von Novavax bislang kaum verimpft

In Sachsen-Anhalt sieht die Situation ähnlich aus. Wie das Gesundheitsministerium auf Nachfrage mitteilte, hatte das Land in einer ersten Charge 39.000 Impfdosen des Impfstoffes Nuvaxovid des Herstellers Novavax bestellt. Bislang wurde der Impfstoff in Sachsen-Anhalt rund 2400 Mal verimpft, wobei 1307 als Erstimpfungen und 1.091 Impfungen zur Grundimmunisierung verabreicht worden.

Laut Ministerium ist die Nachfrage damit deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Da der gelagerte Impfstoff aber noch bis Ende Juli haltbar ist, droht bislang keine Vernichtung der übrigen Dosen.

Bislang erhielten 1.570.594 Personen in Sachsen-Anhalt eine Erstimpfung, was 72 Prozent der Bevölkerung entspricht. 73,3 Prozent der Bürger gelten als grundimmunisiert. Die Booster-Quote liegt laut Gesundheitsministerium bei 54,6 Prozent.