Situation in Heimen

Impfquote in Sachsen-Anhalts Pflegeheimen höher als bei der Gesamtbevölkerung

Nach mehreren Corona-Ausbrüchen hat das Gesundheitsministerium die Impf-Situation in Pflegeheimen abgefragt. Die Rückmeldungen ergeben zwar ein gutes Bild, allerdings gebe es auch große regionale Unterschiede.

22.11.2021, 08:43 • Aktualisiert: 22.11.2021, 09:17
Ein Betreuer begleitet eine Bewohnerin in einem Altenheim.
Ein Betreuer begleitet eine Bewohnerin in einem Altenheim. (Foto: dpa/symbol)

Magdeburg/dpa - In den Pflegeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt ist der Anteil der Geimpften insgesamt höher als in der Gesamtbevölkerung. In ganz Sachsen-Anhalt waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums mit Stand 11. November etwa 86 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen vollständig geimpft. Das Ministerium hatte die Impfsituation in den Heimen abgefragt, nachdem Anfang November unter anderem im Altmarkkreis Salzwedel und im Burgenlandkreis Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen bekannt wurden.

Zu beachten sei, dass die Bewohnerschaft in den Pflegeheimen immer wieder wechsele und dass die Rückmeldungen nicht vollständig seien, teilte eine Sprecherin des Ministeriums mit. Daher würden die Rückmeldungen zwar ein gutes Bild ergeben, seien aber keine statistische Erhebung. Unter den Pflegekräften sind laut der Abfrage 74 Prozent vollständig geimpft.

Impfquote in Sachsen-Anhalt: Große regionale Unterschiede

Allerdings gibt es den Angaben zufolge zum Teil große regionale Unterschiede. So sind etwa im Saalekreis nur 72 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner geimpft, während im Landkreis Stendal 98 Prozent immunisiert sind. Auch bei den Mitarbeitern ist der Landreis Stendal Spitzenreiter mit einer Impfquote von 82 Prozent. Im Burgenlandkreis ist die Quote unter den Pflegekräften mit 65 Prozent vergleichsweise gering.

Am Freitag gab das Gesundheitsministerium für die Gesamtbevölkerung eine Erstimpfquote von 65,6 Prozent an. Damit haben sich in Sachsen-Anhalt 1.431.117 Personen bislang eine erste Impfdosis verabreichen lassen. 1.400.973 Personen und damit 64,2 Prozent erhielten demnach auch eine Zweitimpfung. 119.660 Personen und damit 5,5 Prozent haben eine Auffrischungsimpfung erhalten.