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Zahl freier Intensivbetten in Sachsen-Anhalt: Angespannte Lage in vier Landkreisen

Die Situation in Sachsen-Anhalts Krankenhäusern ist weiter angespannt. Am Samstagabend standen 68 freie Intensivbetten in den Kliniken im Land zur Verfügung. Am Sonntag entspannte sich die Lage zwar weil wieder mehr Betten frei wurden, doch in einigen Landkreisen sind die Kapazitäten dramatisch gesunken.

19.11.2021, 15:52 • Aktualisiert: 21.11.2021, 17:48
Die Bettenkapazität auf den Intensivstationen in Sachsen-Anhalts Krankenhäusern liegt im kritischen Bereich.
Die Bettenkapazität auf den Intensivstationen in Sachsen-Anhalts Krankenhäusern liegt im kritischen Bereich. Foto: picture alliance/dpa/Symbol/Matthias Balk

Halle (Saale)/DUR – Die Zahl der freien Intensivbetten in Sachsen-Anhalt liegt weiter im kritischen Bereich. Das DIVI-Intensivregister meldete am Sonntagabend 100 freie Betten auf den Intensivstationen im Land. Am Samstag lag die Zahl noch bei 68, am Freitag waren es 66.

Sachsen-Anhalt verfügt aktuell über 719 Intensiv-Betten, 619 von ihnen waren am Sonntagabend belegt. In 107 Betten befinden sich derzeit Covid-19-Patienten.

In mehreren Landkreisen ist die Lage besonders bedrohlich. Im Landkreis Mansfeld-Südharz meldet das DIVI-Register nur ein freies Bett. Ebenfalls nur ein verfügbares Bett auf den Intensivstationen melden der Salzlandkreis und die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau.

Angespannt ist die Situation im Landkreis Börde: Hier gab es, wie schon am Samstag, keine freien Intensiv-Betten. Ein Großteil der noch freien Bettenkapazität befindet sich Halle, wo derzeit noch 44 Patienten aufgenommen werden könnten.

Die Zahl der freien Betten auf Intensivstationen ist längst nicht nur für Corona-Patienten von Bedeutung. Sind die Kapazitäten ausgeschöpft, wäre auch für Schlaganfälle oder Verkehrsunfälle kein Bett mehr frei.