berlin

Bundestags-Abstimmung über die Corona-Impfpflicht: So stimmten Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt

Der Bundestag hat am Donnerstag über eine Impfpflicht zum Schutz gegen das Coronavirus abgestimmt. Alle 18 Abgeordneten aus Sachsen-Anhalt waren anwesend. Wie die Landesvertreter in Berlin abgestimmt haben.

08.04.2022, 11:32
Der Bundestag stimmte am Donnerstag über eine allgemeine Impfpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus ab.
Der Bundestag stimmte am Donnerstag über eine allgemeine Impfpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus ab. Foto: imago/Political-Moments

Magdeburg/Berlin/DUR/awe - Am Donnerstag wurde im Bundestag über den Gesetzesentwurf für eine Corona-Impfpflicht ab 60 Jahren abgestimmt. Zudem gab es drei weitere Anträge, die sich für beziehungsweise gegen eine allgemeine Immunisierung und den Schutz vor Corona richteten.

Alle 18 Bundestagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt waren anwesend und gaben ihre Stimmen ab. So fielen ihre Entscheidungen aus.

Abstimmungen der Bundestagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt

Abgeordnete(r)
Impfpflicht ab 60
Keine gesetzliche Impfpflicht
Impfbereitschaft ohne allgemeine Impfpflicht
Impfvorsorgegesetz
Ingo Bodtke (FDP)
Nein
Nein
Ja
Nein
Heike Brehmer (CDU)
Nein
Nein
Nein
Nein
Katrin Budde (SPD)
Ja
Nein
Nein
Nein
Karamba Diaby (SPD)
Ja
Nein
Nein
Nicht abgegeben
Marcus Faber (FDP)
Nein
Nein
Ja
Nein
Robert Farle (AfD)
Nein
Ja
Nein
Nein
Franziska Kersten (SPD)
Ja
Nein
Nein
Nein
Jan Korte (Linke)
Nein
Nein
Nein
Nein
Martin Kröber (SPD)
Ja
Nein
Nein
Nein
Steffi Lemke (Grüne)
Ja
Nein
Nein
Nein
Sepp Müller (CDU)
Nein
Nein
Nein
Ja
Martin Reichardt (AfD)
Nein
Ja
Nein
Nein
Jan Wenzel Schmidt (AfD)
Nein
Ja
Nein
Nein
Petra Sitte (Linke)
Nein
Nein
Nein
Nein
Tino Sorge (CDU)
Nein
Nein
Nein
Ja
Dieter Stier (CDU)
Nein
Nein
Ja
Enthaltung
Herbert Wollmann (SPD)
Ja
Nein
Nein
Nein
Kay-Uwe Ziegler (AfD)
Nein
Ja
Nein
Nein

Der Gesetzentwurf für eine Impfpflicht ab 60 kam von Parlamentariern von SPD, Grünen und FDP. Demnach hätte für alle Menschen ab 60 eine Impfpflicht gegolten. Alle Jüngeren hätten sich verpflichtend zur Impfung beraten lassen müssen.

Am Donnerstag stimmten 296 Abgeordnete für eine Impfpflicht, 378 dagegen. Neun Delegierte enthielten sich. Von den insgesamt 736 Bundestagsabgeordneten wurden 53 Stimmen nicht abgegeben.

Der Antrag Keine gesetzliche Impfpflicht stammte von der AfD. Demnach hätte es nicht nur keine allgemeine Impfpflicht geben sollen, auch die Impfpflicht in Gesundheitsberufen hätte abgeschafft werden sollen.

Der Antrag Impfbereitschaft ohne allgemeine Impfpflicht stammt von Parlamentariern um Wolfgang Kubicki (FDP). Er sollte eine allgemeine Impfpflicht ausschließen.

Der Antrag Impfvorsorgegesetz stammt von der CDU-Fraktion und sah die Einführung eines allgemeinen Impfregisters vor. Eine Impfpflicht solle es erst einmal nicht geben, diese sei bei einer Verschärfung der Lage im Herbst aber weiter möglich.

Der Gesetzentwurf sowie alle drei Anträge wurden vom Bundestag abgelehnt.