Bitte um Entlassung

Brieffreundin des Halle-Attentäters ist keine Polizistin mehr

Sie bewunderte den antisemitischen Mörder Stephan B. Ein Disziplinarverfahren war die Folge.

Von Hagen Eichler 04.11.2021, 15:52 • Aktualisiert: 04.11.2021, 16:54
Der Attentäter Stephan B. bekam Unterstützerpost von einer Polizistin - das hat nun Konsequenzen.
Der Attentäter Stephan B. bekam Unterstützerpost von einer Polizistin - das hat nun Konsequenzen. Foto: picture alliance/dpa

Magdeburg/MZ - Eine Frau, die Liebesbriefe an den Attentäter von Halle verschickt hat, ist nach MZ-Informationen nicht länger im Landesdienst tätig. Als Beamtin auf Probe arbeitete die Frau für die Polizeiinspektion Dessau-Roßlau. Über eine Tarnadresse hatte sie dem verurteilten rechtsextremen Doppelmörder Stephan B. Post in die Zelle geschickt, in denen sie romantische Gefühle offenbart haben soll.

Als die Korrespondenz aufflog, leitete die Polizeiinspektion ein Disziplinarverfahren ein. Ziel war die Entfernung aus dem Dienst. Dem kam die Polizistin Ende Oktober zuvor, indem sie selbst die Entlassung beantragte.

Nach MZ-Informationen informierte Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) den Innenausschuss am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung über das Ausscheiden der Frau zum 31. Oktober. Das Innenministerium wollte die Personalie nicht bestätigen.