Für rund 2,4 Millionen Euro

Wann Sanierung der Merseburger Landstraße durch Bad Lauchstädt weitergeht

Von Robert Briest
Ein Bauarbeiter arbeitet mit einem Gas-Brenner an einem neuen Straßenbelag.
Ein Bauarbeiter arbeitet mit einem Gas-Brenner an einem neuen Straßenbelag. (Foto: dpa)

BadLauchstädt/MZ - In Bad Lauchstädt beginnt am kommenden Montag die seit längerem angekündigte Fortsetzung der Sanierung der Merseburger Landstraße. „Insgesamt werden rund 2,4 Millionen Euro in die Ertüchtigung der vielbefahrenen Ortsdurchfahrt investiert“, erklärt Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) in einer Mitteilung des Landes. Die Kosten teilten sich das Land mit rund 1,5 Millionen Euro, die Stadt Bad Lauchstädt mit circa 800.000 Euro und der Wasserversorger Midewa mit etwa 100.000 Euro.

Im Zuge der Baumaßnahme, die in zwei Abschnitte unterteilt ist, werden laut Land auch Versorgungsleitungen umverlegt und neue Gehwege gebaut sowie Zufahrten und Parkflächen hergerichtet. Darüber hinaus wird eine Ampelanlage errichtet, die künftig den Verkehr an der Abzweigung zur Straße „Am Bahnhof“ regeln soll. Im Herbst 2022 sollen dann noch Bäume entlang der dann frisch sanierten Straße gepflanzt werden.

Die am Montag beginnenden Arbeiten sind der Bauabschnitt zwei von drei auf der Merseburger Landstraße. Deren Endstück von der Tankstelle bis zum Ortsausgang in Richtung Merseburg ist bereits fertig. Nun folgt der Bereich zwischen Tankstelle und Abzweig zum Strohhof.

Strecke ist für den Verkehr in und durch Bad Lauchstädt neuralgisch

Die Strecke ist für den Verkehr in und durch Bad Lauchstädt neuralgisch, denn es gibt keine ortsinterne Ausweichroute. Während der dreimonatigen Arbeiten ist die Straße gesperrt. Die offizielle Umleitung führt über Delitz am Berge, für den Durchgangsverkehr empfiehlt sich die Umfahrung über die Autobahn. Problem für die Goethestadt ist auch, dass sich Feuer- und Rettungswache auf der anderen Seite der Baustelle in der Ahornstraße befinden. Ausschließlich für die Einsatzkräfte wurde und wird nun ein Feldweg zwischen von-Zimmermann-Siedlung und Bahnstrecke verbreitert und geschottert. Der Busverkehr soll diesen nach Anwohnerprotesten nicht nutzen, erklärt Bürgermeister Christian Runkel (CDU). Er wird nun über Milzau umgeleitet, die Haltestelle Kleinlauchstädt nicht bedient. Von Plänen, den Weg für die Rettungskräfte über den verbreiterten Mittelweg der Kleingartensiedlung „Alte Anlage“ zu führen, ist die Stadt nach Sicherheitsbedenken des Landes abgerückt.

Der zweite Bauabschnitt soll voraussichtlich Ende September fertig sein. Dann fehlt noch der Ausbau des in den 2,4 Millionen Euro bereits enthaltenen Stücks bis zum Markt. Wann der beginnt, ist laut Runkel noch offen.