„Ich lebe für meinen Beruf“

Sabine Werner eröffnete vor 30 Jahren ihre Physiotherapie in Schkopau

Die Physiotherapeutin Sabine Werner eröffnete vor 30 Jahren ihre Praxis in Schkopau. Was sich in der Zeit alles getan hat.

Von Laura Nobel
Sabine Werner hat vor 30 Jahren ihre Praxis für Physiotherapie in Schkopau eröffnet.
Sabine Werner hat vor 30 Jahren ihre Praxis für Physiotherapie in Schkopau eröffnet. (Foto: Laura Nobel)

Schkopau/MZ - Genau 30 Jahre ist es an diesem Donnerstag her, dass Sabine Werner ihre Praxis für Physiotherapie in Schkopau eröffnet hat. „Ich lebe für meinen Beruf“, sagt die 57-Jährige. Gleich nach der Schule erlernte sie den Beruf der Physiotherapeutin, war bis 1989 im Merseburger Krankenhaus tätig und wurde anschließend Leiterin der Physiotherapie in der damaligen Poliklinik Buna. „Das war mein Sprungbrett in die Selbstständigkeit.“ Nachdem sich die Klinik nämlich aufgelöst hatte, brauchte Werner ein neues Standbein.

Dass die gebürtige Schkopauerin heute ihre Praxisräume im Bürgerhaus an der Schulstraße hat, daran ist ihr Vater nicht ganz unschuldig. Rudolf Werner war der erste Bürgermeister von Schkopau nach der Wende. „Das Bürgerhaus war früher mal ein Kita-Gebäude. Mein Vater hatte die Idee, dort die Verwaltung, medizinische und andere Einrichtungen wie eine Bibliothek zu vereinen“, erzählt Sabine Werner. Also habe ihr Vater ihr angeboten, sich dort niederzulassen. „Erst wollte ich nicht so richtig“, gesteht Werner, doch schließlich sagte sie doch zu. Am 1. Juli 1991 begann für die Physiotherapeutin ein neues Kapitel. „Das erste Jahr war ich ganz allein in der Praxis. Es gab noch nicht mal ein Telefon“, erinnert sich Werner. Doch trotzdem lief ihre Praxis so gut an, dass sie sich nach ihrem ersten Jahr Verstärkung holen musste. Sie stellte die Physiotherapeutin Antje Amboldt ein. „Sie ist heute immer noch dabei“, freut sich Werner. Inzwischen komplettiert Janine Hilbrecht das Team.

„Mit der Zeit konnten wir immer mehr Therapien anbieten“

Drei Jahre nach der Eröffnung erweiterte Werner ihre Praxis zudem um einen weiteren Raum, in dem sie Wassertherapien, wie beispielsweise Unterwasserdruckstrahlmassagen anbot. „Mit der Zeit konnten wir immer mehr Therapien anbieten. Wir haben uns immer wieder fortgebildet, um unser fachliches Wissen zu erweitern.“ Das Leistungsangebot reicht heute von Fußreflexzonenmassagen über Krankengymnastik bis hin zu autogenem Training und Yoga, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

In ihren 30 Jahren als selbstständige Physiotherapeutin ist Sabine Werner eines aufgefallen: „Egal ob Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle oder Knieprobleme, die Patienten werden immer jünger.“ Außerdem spiele Stress zunehmend eine große Rolle. „Deshalb bieten wir verschiedene Stresstherapien an.“ Die Arbeit mit den Menschen war schon immer das, was Werner an der Physiotherapie begeistert hat. „Es ist schön, die Patienten eine ganze Weile zu betreuen und den Verlauf der Heilung zu begleiten. Wenn die Therapie dann den gewünschten Effekt erzielt, ist das ein gutes Gefühl.“

Um ein Haar wäre aus Sabine Werner übrigens keine Physiotherapeutin, sondern eine Balletttänzerin geworden. Mit fünf Jahren begann sie mit Ballett und hatte als junge Frau die Chance, es beruflich zu machen. „Ich habe mich dann aber für die Physiotherapie entschieden. Das war der sicherere Job.“ Das Tanzen blieb aber immer ihr Hobby.