Nachfolgerin für BR-Intendanten?

Nachfolgerin für BR-Intendanten?: So stehen die Chancen für MDR-Direktorin Wildermuth

Halle (Saale) - Katja Wildermuth wird schon länger als Favoritin für die Nachfolge des Intendanten des Bayerischen Rundfunks (BR), Ulrich Wilhelm, gehandelt. Jetzt kommt die 55-jährige Programmdirektorin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) in Halle dem großen Ziel auch offiziell ein großes Stück näher: Sie ist eine von drei Nachfolgekandidaten, die der BR-Rundfunkrat nun präsentiert ...

Von Kai Gauselmann

Katja Wildermuth wird schon länger als Favoritin für die Nachfolge des Intendanten des Bayerischen Rundfunks (BR), Ulrich Wilhelm, gehandelt. Jetzt kommt die 55-jährige Programmdirektorin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) in Halle dem großen Ziel auch offiziell ein großes Stück näher: Sie ist eine von drei Nachfolgekandidaten, die der BR-Rundfunkrat nun präsentiert hat.

Wildermuth hat zwei Konkurrenten

Neben Wildermuth sind noch der BR-Verwaltungsdirektor Albrecht Frenzel und Christian Vogg, der Leiter Dokumentation/Archive und „Chief Data Officer“ beim Schweizerischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist, offiziell nominiert. Für Frenzel spricht, dass er die BR-Finanzen aus dem Effeff kennt, was beim bevorstehenden Sparkurs hilfreich sein könnte. Vogg wiederum gilt als ausgemachter Digitalisierungsexperte.

Katja Wildermuth gilt als Favoritin

Wildermuth gilt aber weiterhin als die große Favoritin für den Posten. Nicht nur ein Netzwerk von BR-Mitarbeiterinnen, auch große Teile des BR-Rundfunkrates, einem 50-köpfigen Gremium aus Vertretern von Politik und Verbänden, soll fest entschlossen sein, erstmals in der BR-Geschichte eine Frau an die Spitze zu befördern.

Am 22. Oktober ist der Tag der Intendantenwahl. Die „Süddeutsche Zeitung“ zitiert die Rundfunkrätin Sanne Kurz von den Grünen mit der Forderung: „Umso wichtiger ist jetzt, dass sich die Reihen fest hinter Frau Wildermuth schließen und alle zu ihren vollmundigen Beteuerungen stehen.“

Auf MZ-Nachfrage äußerten sich weder Wildermuth noch MDR-Intendantin Karola Wille zu dem möglichen Wechsel. (mz)