Letzte Kaserne Halles schließt

Letzte Kaserne Halles schließt: Erster Frauenname in Militärgeschichte

Halle/MZ. - Mit der Dr.-Dorothea-Erxleben-Kaserne räumt die Bundeswehr ihre letzte Kaserne in Halle. Der Militärkomplex in Halle-Lettin wird 1969 / 70 gebaut. 1971 ziehen dort zunächst der Stab der 11. Mot.-Schützendivision der NVA, seine Stabseinheiten sowie ein Nachrichtenbataillon ein. 1972 erhält die Kaserne den Namen "Otto Brosowski", ein Kommunist aus dem Mansfeld. Am 2. Oktober 1990 findet in der Kaserne der letzte Appell der 11. Mot.-Schützendivision ...

02.03.2007, 19:14

Mit der Dr.-Dorothea-Erxleben-Kaserne räumt die Bundeswehr ihre letzte Kaserne in Halle. Der Militärkomplex in Halle-Lettin wird 1969 / 70 gebaut. 1971 ziehen dort zunächst der Stab der 11. Mot.-Schützendivision der NVA, seine Stabseinheiten sowie ein Nachrichtenbataillon ein. 1972 erhält die Kaserne den Namen "Otto Brosowski", ein Kommunist aus dem Mansfeld. Am 2. Oktober 1990 findet in der Kaserne der letzte Appell der 11. Mot.-Schützendivision statt.

Mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 geht die einstige NVA-Einrichtung an die Bundeswehr über. In Lettin ist zunächst ein Sanitätsbataillon stationiert. 1992 bezieht der Stab des Verteidigungsbezirkskommandos 81 die Kaserne. Sie erhält den Namen "Dr. Dorothea Erxleben", der ersten Frau Deutschlands, die 1754 in Halle einen medizinischen Doktortitel erwirbt. Damit trägt erstmals in der deutschen Militärgeschichte eine Kaserne einen Frauennamen.