Auf der Flucht vor einer Verkehrskontrolle

Mann liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei in Leipzig

Gestern Abend ist ein Mann vor einer Verkehrskontrolle in Leipzig geflohen. Auf seiner Flucht fuhr der Mann rücksichtslos im Straßenverkehr.

Blaulicht auf dem Einsatzwagen der Polizei (Symbolfoto). IMAGO / Fotostand

Leipzig - Gestern Abend hat sich ein Autofahrer in Leipzig auf höchst rasante und rücksichtslose Weise einer Verkehrskontrolle entzogen. Wie die Polizei berichtet, bemerkten die Beamten den Autofahrer in der Ratzelstraße und beabsichtigten, ihn einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Als der Fahrer dies bemerkte, beschleunigte er sein Fahrzeug auf eine sehr hohe Geschwindigkeit und überfuhr bei Rot die Kreuzung.

Autofahrer flieht vor Polizeikontrolle in Leipzig

Der Autofahrer fuhr weiter über die Rippachtalstraße, wobei er auch hier eine rote Ampel an einer Kreuzung ignorierte. Während seiner Flucht fuhr der Mann rücksichtslos und ohne auf den fließenden Verkehr zu achten.

Es kam nur deswegen zu keinem Unfall, weil mehrere Verkehrsteilnehmer dem Mann ausweichen konnten. Auf der B186 beabsichtigte der Fahrer, nach rechts abzubiegen und verlor dabei die Kontrolle überseinen Wagen. Er rutschte auf die dortige Grünfläche und fuhr im Anschluss frontal gegen einen Lichtmast. Dieser wurde verbogen und stark beschädigt.

Auch das Auto des Flüchtigen wurde bei dem Aufprall stark beschädigt. Unmittelbar nach dem Crash setzte der Fahrer sein Auto allerdings rückwärts wieder auf die Straße und setzte die Fahrt fort. Der Mann beschleunigte erneut und flüchtete über die B186 zurück in Richtung A38.

Flucht vor Verkehrskontrolle in Leipzig - Mann gefährdet Straßenverkehr

Da seine Fahrtgeschwindigkeit weiterhin deutlich überhöht war und weil der Flüchtende auch auf die Gegenfahrbahn fuhr, mussten auch hier mehrere Fahrzeuge ausweichen. Auf seiner Flucht umfuhr der Fahrer auch eine Sperrung, die durch einen Streifenwagen aufgebaut worden war und setzte seine Flucht fort.

Auf der B186 in Höhe des Imnitzer Parks stieg plötzlich schwarzer Rauch aus dem Motorraum des Autos auf . Es verlor kurz darauf stark an Geschwindigkeit und fuhr nun nur noch mit etwa 50 km/h vor dem Streifenwagen der Polizei.

Schließlich kam das Auto ganz zum Stehen und der Fahrer sowie seine Beifahrerin stiegen aus. Dabei rollte der Wagen rückwärts in einen Streifenwagen der Polizei, woraufhin dieser beschädigt wurde.

Vor Ort konnten die Beamten feststellen, dass der Wagen seit geraumer Zeit nicht mehr pflichtversichert ist und dass die am Auto  angebrachten Kennzeichen nicht für das Auto zugelassen sind. Zudem war der unter Betäubungsmitteln stehende Fahrer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Flüchtiger in Leipzig - Polizei bereits bekannt

Da der Fahrer der Polizei bereits durch andere Straftaten bekannt ist, wurde zur Durchsuchung des Fahrzeugs ein Drogenspürhund angefordert. Durch den Spürhund konnte in dem Auto eine geringe Menge an Cannabisresten aufgefunden werden. Diese wurden durch die Beamten beschlagnahmt.

Zudem wurden Betäubungsmittelutensilien, Mobiltelefone sowie eine größere Menge Bargeld im mittleren vierstelligen Bereich gefunden. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt und eine Blutentnahme des Mannes wurde angeordnet. Er wurde vorläufig festgenommen.

Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen zahlreicher Delikte eingeleitet, darunter wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln. Dazu ermittelt die Kriminalpolizei auch gegen die Beifahrerin. Auch sie wurde vorläufig festgenommen. (mz)