Schkeuditzer Kreuz

Schicksalsschlag und Hilfeaufruf

Krebs-Tod der Mutter trifft Familie mit voller Wucht – Vater mit zwei Kindern in Not

Der plötzliche Tod einer jungen Mutter entreißt einer kleinen Familie aus der Nähe von Leipzig die Lebensgrundlage. Zurück bleiben der trauernde Vater und zwei kleine Kinder. Doch Freunde wollen helfen und starten einen emotionalen Aufruf.

Aktualisiert: 19.04.2022, 10:54 • 12.04.2022, 14:19
Ein Foto der kleinen Familie im Krankenhaus: Die Hoffnung auf Susanns Genesung erfüllte sich leider nicht. Nach dem plötzlichen Tod der jungen Mutter wollen Freunde dem verwitweten Vater hefen.
Ein Foto der kleinen Familie im Krankenhaus: Die Hoffnung auf Susanns Genesung erfüllte sich leider nicht. Nach dem plötzlichen Tod der jungen Mutter wollen Freunde dem verwitweten Vater hefen. (Foto: Marco Campen)

Machern/DUR/mad - Wenn unheilbare Krankheiten das Leben in die Hand nehmen, bleiben Betroffene und Angehörige machtlos zurück. „Noch vor 8 Wochen hatte die kleine Familie vom gemeinsamen Glück geträumt“, heißt es in dem emotionalen Spendenaufruf, den ein Mann vor wenigen Tagen für die Familie seines Freundes ins Leben gerufen hat – nachdem das Schicksal diesen Traum, mit dem Tod von Mutter Susann, ganz plötzlich und erbarmungslos zerstört hat.

„Wir starten diesen Spendenaufruf, um unseren Freund Marco Campen und seine Kinder Ben-Lennox (6) und Alina (Frühchen, 2 Monate alt) zu unterstützen, da diese einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen mussten. Innerhalb kürzester Zeit haben sie ihre geliebte Frau und Mutter Susann verloren“, heißt es in dem Aufruf von Philipp Kaletka und zwei weiteren Freunden.

Nach plötzlichem Tod der Mutter: Spendenaufruf für Familie in Not

Doch was war passiert? Vor wenigen Wochen freute sich die Familie auf die Geburt ihres zweiten Kindes und bereitete diese vor. Doch die schwangere Susann (27. Woche) klagte plötzlich über Rückenschmerzen. Wenig später wurde bei ihr das Coronavirus nachgewiesen, das sich auch mit Symptomen bemerkbar machte. Aufgrund schlechter Blutwerte wurde sie in ein Krankenhaus eingewiesen. Von nun an „kam eine Horrordiagnose zur anderen“, so der Bericht des Freundes.

Zuerst wurde ein Tumor in der Brust festgestellt. Doch die Hoffnung auf dessen Gutartigkeit zerschlug sich bereits nach zwei Tagen. Daraufhhin wurde in der 28. Schwangerschaftswoche, drei Monate früher als geplant, die Geburt eingeleitet. Um das Kind zu schützen und den Krebs schnellstmöglich bekämpfen zu können.

Nach der Geburt folgten sofort weitere Untersuchungen, doch der Krebs hatte bereits in andere Organe des Körpers gestreut. Ein Schock für alle Beteiligten. Trotz sofortig eingeleiteter Chemotherapie verschlechterte sich Susanns Gesundheitszustand rasant.
"Nach nur 7 Wochen mussten wir alle, aber vor allem unser Freund, dessen Kinder und ihre Eltern Abschied nehmen. Was sich alles wie ein schlechter Traum anhört ist Realität geworden", schreibt Freund Philipp. Doch lägen „Freud und Leid so eng beieinander“. Frühchen Alina sei wohlauf und mache bereits große Fortschritte. Alle würden hoffen, dass sie in einem Monat das Krankenhaus verlassen könne.

Vater Marco, der die Familie als selbständiger Kleinunternehmer ernährt habe, bleibt nun mit den Kindern allein zurück. Da Marco jetzt in Vollzeit für Sohn und Tochter da sein muss, wird es sehr schwer, dies alles "unter einen Hut zu kriegen", heißt es.

Hier können Sie spenden: https://gofund.me/8a015204

Freunde wollen helfen und finanziellen Druck nehmen

Mit dem Spendenaufruf wollen die Freunde der Familie den finanziellen Druck von ihrem Freund nehmen. Er solle die nötige Zeit bekommen, um den Schicksalsschlag verarbeiten zu können.

Der Spendenaufruf auf dem Online-Portal gofundme.com wurde mit einem Spendenziel von 50.000 Euro gestartet. Bis Dienstagvormittag (19.04.22)  waren 867 Spenden eingegangen und gut die Hälfte der Wunschsumme - nämlich 37.140 Euro - geschafft.

Der Aufruf endet mit den Worten: „Diese Geschichte macht uns alle fassungslos. Für jede noch so kleine Spende, bedanken wir uns von ganzen Herzen. Vielen Dank für ihre Unterstützung!“