Keine Einigung im Miet-Streit

Keine Einigung im Miet-Streit: Karstadt-Filialleitung in Leipzig plant die Schließung

Leipzig - Das Karstadt-Warenhaus in Leipzig geht nach dem Scheitern aller Verhandlungen mit dem Vermieter nun wohl endgültig von der Schließung der Filiale zum 31. Januar 2019 aus. 

22.08.2018, 10:22
Noch passieren Kunden die Eingangsbereiche der Karstadt-Filiale in Leipzig, doch das Aus scheint endgültig besiegelt.
Noch passieren Kunden die Eingangsbereiche der Karstadt-Filiale in Leipzig, doch das Aus scheint endgültig besiegelt. imago stock&people

Das Karstadt-Warenhaus in Leipzig geht nach dem Scheitern aller Verhandlungen mit dem Vermieter nun wohl endgültig von der Schließung der Filiale zum 31. Januar 2019 aus. 

Somit scheint das Ende des Einkaufstempels mit etwa 33.000 Quadratmeter Verkaufsfläche in der Leipziger City besiegelt, berichtet LVZ-Online

Der Hauseigentümer, eine Tochter des Schweizer Immobilienkonzerns Even Capital, hatte eine Mieterhöhung von knapp 70 Prozent angekündigt. Auf die außergewöhnlich hohe Steigerung wollte sich Karstadt aber nicht einlassen. Die Miete läge mit annähernd sieben Millionen Euro schon jetzt über der marktüblichen Miete in Leipzig, wird der Leipziger Filialgeschäftsführer Michael Zielke zitiert. 

Man sei in den Verhandlungen bereits über die absolute Schmerzgrenze gegangen. Ein übersteigen des Gebotes würde ein „deutliches dauerhaftes Minusgeschäft“ bedeuten. 

Untermietern und Dienstleistern sei zum 31. Januar 2019 gekündigt worden und auch den 400 Karstadt-Mitarbeitern in Leipzig drohe nun die Kündigung. Die Planungen seien „auf Schließung der Filiale Leipzig gerichtet“, wird Leiter Zielke wiedergegeben. Mit dem Betriebsrat werde ein Sozialplan verhandelt. Bisher habe man aber noch keine Mitarbeiter entlassen. (mz)