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Flugbetrieb unterbrochen Unbekannte Drohne am Himmel legt Flughafen Leipzig/Halle lahm

Normalerweise starten und landen die Flugzeuge am Flughafen Leipzig/Halle auch am Abend im Minutentakt. Am Mittwochabend war der Flugverkehr jedoch zeitweise unterbrochen. Auslöser war eine Drohne, nach deren Besitzer nun gefahndet wird.

Von slo Aktualisiert: 12.10.2023, 18:36
Als Frachtflughafen herrscht am Airport Leipzig/Halle auch in der Nacht Hochbetrieb. Am Mittwochabend sorgte jedoch eine Drohne für Probleme. 
Als Frachtflughafen herrscht am Airport Leipzig/Halle auch in der Nacht Hochbetrieb. Am Mittwochabend sorgte jedoch eine Drohne für Probleme.  Foto: Jan Woitas/dpa/Symbol

Schkeuditz/DUR – Ein unbekannter Drohnenpilot hat am Mittwochabend eine Unterbrechung des Verkehrs am Flughafen Leipzig/Halle verursacht. Laut Polizei wurde die Drohne zum ersten Mal gegen 19.15 Uhr gesichtet. Der Flughafen reagierte umgehend.

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Kurz vor 20 Uhr wurde der Flugbetrieb zunächst für wenige Minuten komplett eingestellt. Als die Drohne gegen 20.30 Uhr erneut im Nordbereich des Flughafens gesichtet wurde, wurden sämtliche Flugzeuge auf die Start- und Landebahn Süd umgeleitet.

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Als es dann jedoch eine dritte Drohnensichtung im südlichen Bereich des Flughafens gab, wurde die entsprechende Start- und Landebahn von 22.52 Uhr bis 23.57 Uhr aus Sicherheitsgründen gesperrt. Danach wurde die Drohne nicht mehr gesichtet.

Drohnen in Flugplatznähe nicht erlaubt - es drohen hohe Strafen

Die Polizei sucht nun nach dem unbekannten Drohnenpiloten. Gegen ihn wird wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ermittelt. Ihm drohen im Extremfall bis zu 10 Jahre Haft.

 
Archiv, 01.08.2023: Unterwegs mit dem Zoll am Flughafen Leipzig/Halle. Die Zollbeamten stoßen in ihrem Alltag auf ganz unterschiedliche Urlaubsmitbringsel. (Bericht: Anna Lena Giesert)

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Drohnen müssen grundsätzlich einen Abstand von mindestens 1.500 Metern zum Sicherheitszaun des Flughafens einhalten. Und auch dahinter gelten in der Kontrollzone des Flughafens, die ein Viereck von Halle, Merseburg, Taucha und Krostitz umfasst, zwei Grundregeln: Die Drohne darf maximal 50 Meter hoch steigen und der Pilot muss dauerhaft Sichtkontakt haben, so die Polizei.