Knapp fünf Monate nach der Tat

19-Jähriger bei Leipzig erschossen: Anklage gegen mutmaßlichen Drogendealer

Nachdem ein 19-Jähriger Anfang des Jahres in Schkeuditz erschossen wurde, hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Die Ermittler vermuten, dass offenbar ein Drogen-Deal Hintergrund der Tat war.

02.06.2022, 14:57
Dem Mann werde Mord in Tateinheit mit besonders schwerem Raub mit Todesfolge vorgeworfen, so die Staatsanwaltschaft.
Dem Mann werde Mord in Tateinheit mit besonders schwerem Raub mit Todesfolge vorgeworfen, so die Staatsanwaltschaft. Symbolbild: imago images / Waldmüller

Leipzig/Schkeuditz/dpa - Gut fünf Monate nach den tödlichen Schüssen auf einen 19-Jährigen in Schkeuditz bei Leipzig hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 20-Jährigen erhoben.

Dem Mann werde Mord in Tateinheit mit besonders schwerem Raub mit Todesfolge vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig am Donnerstag mit. Zudem geht es demnach um unerlaubten Handel mit Drogen in nicht geringer Menge sowie das vorsätzliche unerlaubte Führen einer halbautomatischen Kurzwaffe.

Laut Anklage soll der 20-Jährige am 11. Januar dieses Jahres in Schkeuditz den 19-Jährigen erschossen haben. Anschließend soll er dem Opfer Sporttaschen mit mehreren Kilogramm Marihuana-Blüten sowie Cannabis-Blüten gestohlen haben.

Die Mordmerkmale sind laut Staatsanwaltschaft Heimtücke und Habgier, um eine andere Straftat zu ermöglichen. Sowohl Opfer als auch der Angeschuldigte sind Deutsche. Das Landgericht muss noch über die Zulassung der Klage vor der Jugendkammer entscheiden.