Schlittenhunderennen

Schlittenhunderennen: Goldrausch im Harz für Familie Spruth

Schleesen - Vater und Tochter triumphieren bei Deutschen Meisterschaften in der Westernstadt.

Von Kai Fabian

Die Schleesener Familie Spruth erlebt in der Westernstadt einen echten Goldrausch: Vater und Tochter sichern sich Edelmetall. Doch der Reihe nach. Die Mitglieder des Fachverbandes Reinrassiger Schlittenhunde Deutschland trafen sich am vergangenen Wochenende zum ersten Rennen im Jahr 2018 in Pullman City.

Im Harz wurden die Deutschen Meisterschaften im Schlittenhunderennen ausgetragen. Die Veranstalter freuten sich über 90 aktive Teilnehmer, die sich in verschiedenen Altersklassen an der Startlinie zusammenfanden. Neben den Teilnehmern reisten auch zahlreiche Freunde und Familienmitglieder der Starter in die beschauliche Stadt im Harz.

Bereits am Freitagabend trafen sich die sogenannten Musher - das sind die Schlittenhundeführer - zur Auslosung ihrer Startnummern für den ersten Renntag. Trotz gewisser Rivalitäten genießen die Freunde der aus Alaska stammenden Sportart die heitere und ausgelassene Atmosphäre untereinander.

Die Spruths nehmen regelmäßig und erfolgreich an den Läufen teil. „Wir feierten an diesem Wochenende gleich einen doppelten Erfolg“, berichtete Juliane Spruth. Im Rennen der Erwachsenen setzte sich ihr Mann Silvio Spruth (38 Jahre) zusammen mit seinen acht Schlittenhunden durch und stand somit ganz oben auf dem Podium.

Angesteckt vom Ehrgeiz und Erfolg des Vaters erkämpfte auch die Tochter des Schleeseners Mia Spruth mit ihrem Gespann die Goldmedaille in ihrer Altersklasse. Die Elfjährige beweist eindrucksvoll, dass ihre Sportart an keine Altersgrenze gebunden ist, und es auch die Liebe und Pflege der Tiere ist, die dieses Hobby ausmacht.

Um sich von der Kälte und den körperlichen Strapazen für Mensch und Tier eine Auszeit zu nehmen, trafen sich alle Musher sowie die Mitgereisten, nach dem ersten Renntag zu einem geselligen Beisammensein in der „Big Moose Dance Hall“ im Herzen der Westernstadt.

Dort ließen die Sportler den ersten Renntag ausklingen. Zur musikalischen Unterhaltung trug die Country-Band „LenneBrothers“ bei. Anschließend fand die Siegerehrung des Kinderrennens mit Mia Spruth statt.

Der nächste Höhepunkte ist praktisch an der Hausstrecke der Spruths geplant. Am 17. und 18. Februar werden Musher und Gespann - sicherlich wieder vor Tausenden Besuchern - verschiedenen Alters an die Startlinie in Wörlitz gehen.

Dann wird erneut in der Parkstadt ein Hauch von Alaska wehen - vielleicht sogar mit Schnee. Aber auch ohne weiße Pracht sind packende und spannende Rennen garantiert. Dieses Event stellt gleichzeitig den vorletzten Termin für die Wettkampfsaison 2017/2018 dar, bevor es zur letzten Veranstaltung namens „Baltic Lights“ am 10. und 11. März auf die Insel Usedom geht.

Auch hier werden Mia und Silvio Spruth aller Voraussicht nach an den Start gehen. Vielleicht gelingt es Vater und Tochter, weitere Erfolge mit ihrem Gespann zu erkämpfen. Vielleicht sogar schon im Februar vor heimischem Publikum an der Rennstrecke. (mz)