MZ Gartenolympiade

Warum sich René Hafermalz eine Lokomotive im Grünen errichtet hat

Mit einer Garteneisenbahn nimmt René Hafermalz an der diesjährigen MZ-Gartenolympiade teil. Dabei hat er noch viele Pläne für seine Anlage.

Von Roman Fürst
Kleingärtner René Hafermalz mit seiner Garteneisenbahn.
Kleingärtner René Hafermalz mit seiner Garteneisenbahn. (Foto: Roman Fürst)

Edersleben/MZ - Langsam fährt die Dampflok mit ihren zwei Waggons in den Bahnhof ein und kommt schließlich zum Stehen. Der Bahnhof im Miniaturformat befindet sich im Garten von René Hafermalz. „Ich bin Modelleisenbahnfan. So eine Garteneisenbahn wollte ich schon immer haben“, sagt Hafermalz, der seinen Garten im Kleingartenverein Edersleben gepachtet hat und sich dort einen Traum erfüllt hat.

Garteneisenbahn trotz Wind und Wetter

Zunächst habe er den Bau der Anlage noch mit einer Eisenbahn von Playmobil angefangen, weil sie dieselbe Spurweite und Größe habe. „Da die Motoren bei den Spielzeug-Loks nicht so stark sind, war aber nach drei Runden der Ofen aus. Dann habe ich mich überwunden, eine richtige Garteneisenbahn von Piko zu kaufen, da es ja mein Hobby ist. Da habe ich mit dem Starterset angefangen und ein paar Schienen dazu gekauft“, so Hafermalz.

Mit dieser kuriosen Anlage nimmt er an der diesjährigen MZ-Gartenolympiade teil. Wie in den vergangenen Jahren sind auch dieses Mal die Kleingärtner im Kreisverband der Gartenfreunde aufgerufen, ihre besten, kuriosesten oder einfach besonderen Erzeugnisse einzuschicken beziehungsweise ein Foto davon. Daneben wird auch die kleinste, älteste oder ungewöhnlichste Gartenlaube gesucht.

Der Vorteil der Garteneisenbahn sei, so Hafermalz, dass sie bei jedem Wetter und auch im Winter fahren könne. „Das macht der Lok und den Waggons überhaupt nichts aus. Die sind extra dafür gebaut“, erklärt der 39-Jährige. Die auf der Anlage befindlichen Häuser und Gebäude wie Mühle, Gaststätte und Bahnhof seien im Eigenbau entstanden. Zudem habe er noch die passenden Figuren dazu gekauft.

Die Lokomotive im Kleingarten
Die Lokomotive im Kleingarten
(Foto: Roman Fürst)

Garteneisenbahn als Entspannung

„Für den Bau der ganzen Anlage habe ich etwa zwei bis drei Monate gebraucht, wenn ich alle Wochenenden zusammenzähle“, so der Kleingärtner. Zudem sei die Garteneisenbahn zwar ein teures Hobby. „Aber wenn man Modelleisenbahner ist, dann packt einen immer das Fieber“, so Hafermalz. Nach Feierabend komme er oft in seinen Garten. „Dann stelle ich den Klappstuhl auf und lasse die Garteneisenbahn ihre Runden fahren. Das ist für mich Entspannung pur, dabei zuzugucken wie sie fährt“, so der 39-Jährige.

Die Arbeiten an der Anlage gingen jedoch weiter. „Gerade arbeite ich an dem Bauabschnitt Kyffhäuser mit Tunnel. Da will ich noch ein paar Steine darauf setzen und das Ganze ein bisschen bunt machen. Dann kommt noch Erde ringsum dazu, so dass man die Steine nicht mehr sieht“, erläutert Hafermalz seine Pläne.

Die Arbeiten an so einer Anlage für eine Garteneisenbahn seien jedoch nie wirklich abgeschlossen. „Es gibt immer neue Sachen zu tun, auch was die Figuren angeht. Es gibt so viele verschiedene Figuren. Beispielsweise für die Gaststätte gibt es Figuren, die Bier trinken oder welche, die essen“, berichtet der Eisenbahner, der seine Gartenparzelle erst seit März des vergangenen Jahres bewirtschaftet. „Aufgrund von Corona haben wir beschlossen, den Garten zu pachten. Wir haben dann drei Hochbeete gebaut und angelegt. Später habe ich dann die Garteneisenbahn aufgebaut. Außerdem haben wir noch eine große Anbaufläche angelegt und einen Swimmingpool hingestellt für die Kinder zur Abkühlung sowie eine Palettencouch gebaut“, so Hafermalz.