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Leichtathletik-Meisterschaft in Ulm Leichtathletik-Meisterschaft in Ulm: Henriette Wolf holt DM-Bronze

04.08.2017, 11:41
Henriette Wolf beim Wettkampf
Henriette Wolf beim Wettkampf Lindner

Sangerhausen/Ulm - Mit dieser Medaille hat nicht einmal ASV-Trainer-Legende Helmut Reinefahl gerechnet. Nach einem anstrengenden Rennen über die 3.000 Meter im Ulmer Donaustadion wurde Henriette Wolf aus dem Landesleistungsstützpunkt des ASV Sangerhausen am Freitagvormittag Dritte. Nach der Papierform her hätte es für eine Medaille für die ASV-Geherin eigentlich nicht gereicht. Da hatte ihre Konkurrentinnen aus Potsdam, Erfurt, Berlin, Thurm oder Niederaichbach in dieser Saison schon ganz andere Zeiten hingelegt.

Henriette Wolf landet nach Alisa Grandi und Yasmin Ulbrich auf dem dritten Platz

Die Papierform ist das eine – die Realität eines Rennens über die siebeneinhalb Stadionrunden die andere Seite einer Medaillen. Und so setzten Henriette Wolf und ihr Trainer Helmut Reinefahl auf ein kontinuierliches Tempo. Das zahlte sich am Ende aus. Hinter der haushohen Favoritin Alisa Grandi (SC Potsdam) und der schnellen Yasmin Ulbrich (SG Motor Thurm) wurde die Sangerhäuserin Dritte. Meisterschaftsbronze.

Damit hatte nicht einmal die Landestrainerin Melanie Schulz gerechnet, die das Wolfsche Rennen vor Ort aufmerksam verfolgte und sich über die zweite Medaille für Sportler aus Sachsen-Anhalt freute. Denn beim ersten Wettkampf der Ulmer Meisterschaften hatte sich der Hallenser Johannes Frenzl (Hallesche Leichtathletikfreunde) den Meistertitel beim 5.000 Meter Bahngehen geholt. „Die Meisterschaften beginnen gut für uns“, so Melanie Schulz nach den ersten sportlichen Paukenschlägen in Ulm.

Maximilian Sluka tritt am Samstag für den ASV bei den Meisterschaften in Ulm an

Helmut Reinefahl freute sich über die Leistung seines Schützlings und zollte der Schollschülerin gleich nach dem Zieleinlauf Anerkennung. „Die Zeit hätte etwas besser sein können“, so Reinefahl zu Beginn seiner Analyse. Aber eine nicht erwartete Meisterschaftsmedaille sei ja schließlich auch etwas. Sagt Reinefahl dann milde lächelnd.

Mit Maximilian Sluka wird am Samstag dann eine weitere ASV-Hoffnung auf der schnellen Tartanbahn stehen. Vorausgesetzt, er übersteht die Vorläufe. Aber davon gehen alle Experten einschließlich seines Trainers Wolfgang Thier aus. Drücken wir dem 800-Metermann aus Sangerhausen die Daumen. (mz/pl)