Gefahr aus der Tiefe

Landesstraße am Wolferöder Graben bleibt nach Erdfall für ungewisse Zeit gesperrt

Von Daniela Kainz
Zunächst war der Bereich nur halbseitig gesperrt.
Zunächst war der Bereich nur halbseitig gesperrt. (Foto: Jürgen Lukaschek)

Wimmelburg/MZ - An der Erdoberfläche ist nur ein Loch von geringem Ausmaß zu sehen. Wie sich die Situation am Wolferöder Graben neben der Landesstraße zwischen Wimmelburg und Wolferode allerdings unter der Erde darstellt, ist noch nicht endgültig geklärt. Die Behörden sind nach einem Termin vor Ort wegen des Erdfalls aber gewarnt.

Straße ist komplett für den Verkehr gesperrt

„Es wird befürchtet, dass der Schaden unter der Fahrbahn noch viel größer ist“, sagte Meinolf Thorak, Bauamtsleiter in der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra, bereits vor wenigen Tagen. War der Bereich bislang nur halbseitig abgesperrt, ist das Gelände jetzt weiträumig abgeriegelt: Die Landesstraße zwischen Wolferode und Wimmelburg ist seit Mittwoch für den Verkehr komplett gesperrt.

Die Fachleute haben gute Gründe dafür. „Das Landesamt für Geologie und Bergwesen schätzt ein, dass wegen des Erdfalls und weiterer unbekannter Hohlräume in der Tiefe eine direkte Gefahr für die Straße und damit auch für Menschen besteht“, teilt der Landkreis Mansfeld-Südharz mit. Wann und wo eine Sicherung erfolgt, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen und ist noch unklar. Darüber informierte die Kreisverwaltung die Bevölkerung auch über die Warn-App „Biwapp“.

Erdfälle kommen in Mansfeld-Südharz immer mal wieder vor

Wegen der Straßensperrung muss der Verkehr bis auf unbestimmte Zeit umgeleitet werden. Die Strecke ist ausgeschildert und führt über Eisleben (L 151) und die die L224 (Querfurter Straße) nach Wolferode beziehungsweise in die umgekehrte Richtung. In der Vergangenheit wurden im Bereich mehrfach Erdfälle entdeckt, worauf Sicherungsarbeiten ausgeführt werden mussten. Betroffene Stellen wurden beispielsweise mit Haldenmaterial verfüllt.

Erdfälle in der Region sind dem Landesamt seit dem Jahr 1994 bekannt. Die Behörde gab deren Anzahl vor einiger Zeit mit fünf an. Sie befinden sich im Bereich des Wolferöder Grabens am Haldenfuß. Die Erdfälle hatten demnach bisher einen Durchmesser zwischen 1,50 und drei Meter, waren zwischen 50 Zentimeter und 1,50 Meter tief.