Erfolgreiche Pilotphase

Geht der Einsatz von Sozialarbeit an Kindertagesstätten in Mansfeld-Südharz in die Verlängerung?

Von Felix Fahnert
Symbolbild - Kindertagesstätte
Symbolbild - Kindertagesstätte (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Sangerhausen/Eisleben/Hettstedt/MZ - Nach einer erfolgreichen Pilotphase soll der Einsatz von Sozialarbeit an Kindertagesstätten im Landkreis verlängert werden. Wie aus einer Beschlussvorlage hervorgeht, die in der kommenden Woche Thema im Jugendhilfeausschuss des Kreises ist, soll die Kita-Sozialarbeit dabei zunächst bis Ende Februar 2022 verlängert werden.

Sozialarbeit in Kitas in wissenschaftlicher Begleitung der Uni Halle

An vier Einrichtungen im Kreis - davon zwei in Sangerhausen und zwei in Eisleben - würden dazu die jeweils halben Stellen fortgeführt. Finanziert werden soll die Verlängerung zunächst mit projektgebundenem Geld, das im Jahr 2020 nicht in Anspruch genommen und in das Jahr 2021 übertragen worden ist. Eine weitere Förderung ab März 2022 stehe derweil unter dem Vorbehalt der anstehenden Haushaltsbeschlüsse, heißt es in der Vorlage aus der Kreisverwaltung.

Nach einem Beschluss aus dem Jahr 2018 sollte an vier Kitas in Mansfeld-Südharz die Sozialarbeit im Rahmen eines Pilotprojekts für drei Jahre erprobt werden. Von Januar 2019 bis Mai 2021 fand dabei eine Untersuchung einschließlich einer wissenschaftlichen Begleitung durch die Uni Halle statt. Die Ergebnisse dieser Begleitung liegen nun vor - und sprechen klar für eine Verlängerung der Kita-Sozialarbeit.

Fortführung des Pilotprojektes gewünscht

Konkret heißt es in der Vorlage, dass durch Sozialarbeit in Kitas etwa „herkunftsbedingten Ungleichheiten von einzelnen Kindern begegnet“ sowie Chancengleichheit und Teilhabe ermöglicht werde. Bildungsbenachteiligungen würden so ausgeglichen. „Ein wertschätzender Umgang mit den Eltern und den Fachkräften zeichnet die Kita-Sozialarbeit aus“, heißt es weiter. „Die Sozialarbeiterinnen leisten Einzelfallhilfe, bieten Gruppenangebote an und setzen Sozialraumarbeit um.“ Bei Problemen böten sie für Kinder, Geschwister und Eltern Hilfe etwa über Kooperationspartner an.

Weil die Kita-Sozialarbeit innerhalb der Lebenswelt der Familie stattfinde, werde sie gut angenommen. Durch sie „gelingt ein anderer Zugang zu Eltern“. Die Sozialarbeiterinnen unterstützten die Leitung und die Teams der Kita-Einrichtungen, bieten fachliches Wissen, Methoden und die Möglichkeit zum Perspektivwechsel. „Die Eltern, die Fachkräfte, die Leitungen in der Kita und die Kita-Träger schätzen die Arbeit der Sozialarbeiterinnen außerordentlich.“ Sie alle würden sich „aufgrund der erzielten Erfolge, der Verbesserung der Qualität der Arbeit mit den Kindern, Eltern, Netzwerkpartnern und im Team“ ausdrücklich für eine Weiterführung aussprechen.

›› Der Jugendhilfeausschuss des Kreistages beschäftigt sich am kommenden Montag mit der Vorlage.