Das letzte Wort hat die Mannschaft

Fußball: FSV Bennstedt verzichtet auf Landesliga - Romonta Stedten könnte nachrücken

Fußball: FSV Bennstedt verzichtet auf Landesliga - Romonta Stedten könnte nachrücken

Von Ralf Kandel
Fußball: Für Romonta Stedten (gelb) ist der Landesliga-Aufstieg plötzlich wieder ein Thema geworden.

Normalerweise ist der Juli der Monat des Jahres, in dem beim sonst so schnelllebigen Fußball wenigstens etwas Ruhe einkehrt. Die Saison ist vorbei, Auf- und Abstieg sind geklärt, die Pokalsieger ermittelt.

Im Juli 2020 ist alles anders. Vieles ist noch offen. Corona sei „dank“. Schon am ersten Tag gibt es einen Hammer: Für den Paukenschlag ist der FSV Bennstedt in der Fußball-Landesliga, Staffel Süd, zuständig. Der Staffelsieger der Landesklasse 6 hat nämlich seinen Verzicht auf den Aufstieg erklärt. „Wir bedauern diesem Schritt zutiefst und werden in der kommenden Saison einen neuen Anlauf in der Landesklasse, Staffel 6, mit einer jungen Mannschaft primär aus eigenen Nachwuchsspielern starten“, heißt es dazu in einer auf der Internet-Plattform fupa.net veröffentlichten Mitteilung.

Steigt Romonta Stedten auf?

Vom Rückzug der Bennstedter könnte Romonta Stedten profitieren. Das Team der Trainer Uwe Zorn und Daniel Stache gab sich der punktgleichen Vertretung aus Bennstedt in der abgelaufenen Saison nur um das vier Treffer schlechtere Torverhältnis geschlagen. Die Stedtener hatten dazu in den vergangenen Tagen immer wieder erklärt, im Bedarfsfall als Nachrücker für einen Landesliga-Platz zur Verfügung zu stehen. Nun könnte aus diesem Wunsch sogar Realität werden.

Allerdings ist der Aufstieg noch nicht ganz spruchreif. „Bis jetzt ist das alles reine Spekulation. Eine offizielle Anfrage vom Fußballverband Sachsen-Anhalt liegt noch nicht vor“, so Trainer Daniel Stache am Mittwochmorgen auf Anfrage der Mitteldeutschen Zeitung.

Fußball: „Klar geht die Tendenz in Richtung Landesliga“

Dennoch hat sich der Verzicht von Bennstedt natürlich bis Stedten herumgesprochen. „Wir machen uns aber noch nicht verrückt. Am Donnerstag setzen sich die Mannschaft, die Trainer, der Vorstand und das Betreuer-Team, also alle, die ein Mitspracherecht haben, zusammen und beraten über den Aufstieg“, so der 47-Jährige. Dann fügt er hinzu. „Klar geht die Tendenz in Richtung Landesliga. Aber das letzte Wort hat die Mannschaft.“

Für Stedten wäre die Landesliga alles andere als Neuland. In der ewigen Tabelle der Landesliga Süd steht Romonta mit 765 Punkten aus 18 Spielserien unangefochten auf dem ersten Platz. Gut möglich, dass weitere Punkte im Spieljahr 20/21 dazukommen.

Ein heißes Eisen aus der Saison 19/20 hat Stedten noch im Feuer. Romonta steht im Halbfinale des Kreispokals Mansfeld-Südharz. In der Runde der letzten vier Teams spielt Romonta beim Kreisoberligisten VfR Roßla. Der Pokalsieg und die nun doch mögliche Rückkehr in die Landesliga würden einer denkwürdigen Saison aus Sicht der Stedtener eine wohl kaum noch erhoffte Krone aufsetzen.

Transferkarussell dreht sich

Immer mehr auf Touren kommt auch das Transferkarussell in den Fußball-Ligen. So gab Landesklasse-Aufsteiger Kickers Gonnatal nun auch offiziell die Verpflichtung von Toni Säcker bekannt. Der 23 -Jährige wechselt nach gut 150 Spielen, darunter 46 Partien in der Verbandsliga, vom SV Kelbra ins Gonnatal und will dort seinen Beitrag zum Klassenerhalt der Kickers leisten.

Beim SV Merkur Volkstedt wird der Kader für die anstehende Saison der Kreisoberliga Mansfeld-Südharz weiter ergänzt. Der Aufsteiger holte sich den vierten Neuzugang ins Boot. Künftig spielt Patrick Hahndorf für Merkur. Der 23-Jährige kommt vom Kreisoberliga-Kontrahenten Grün-Weiß Wimmelburg.

Matthias Bauer von Eintracht Kreisfeld sagt Servus

Einen Abschied verkündet dagegen Eintracht Kreisfeld. Matthias Bauer, der die Mannschaft zur Meisterschaft in der Kreisoberliga, ins Pokalendspiel und zum Aufstieg in die Landesklasse geführt hat, steht künftig nicht mehr als Eintracht-Coach zur Verfügung. Wohin er wechselt, steht noch nicht fest. Wer seine Nachfolge antritt, dagegen schon. Ronny Müller, bisher als Mannschaftsleiter agierend, übernimmt zumindest vorübergehend das Amt als Übungsleiter.

Die Sportredaktion Mitteldeutschen Zeitung möchte auch vor dem Start in die neue Fußball-Saison 20/21 ihren Lesern und den zahlreichen Fußball-Fans wieder einen umfassenden Überblick über Neues aus den Fußball-Vereinen der Region geben.

Deshalb werden die Verantwortlichen der Vereine wieder einmal gebeten, Zu- und Abgänge, Saisonziele und die Meisterschaftsfavoriten zu melden.

›› Informationen bitte an ralf.kandel@mz.de

Auch in der Kreisfelder Mannschaft gibt es Veränderungen. Drei Neuzugängen steht ein Abgang gegenüber. Nicht mehr zum Team zählt Randy Oppermann, der eine Spielpause einlegen will. Mit Robert Kemnitz kehrt ein Angreifer zurück, der zuletzt beim Landesligisten Eintracht Lüttchendorf aktiv war und dort bei fünf Einsätzen einen Treffer erzielte. Zwei weitere Neuzugänge kickten bisher in der Kreisoberliga Mansfeld-Südharz. Johannes Schneider kommt aus Wimmelburg, Jan Weber wechselt aus Allstedt nach Kreisfeld.

Das Ziel der Kreisfelder, die wohl nur dank des Saisonabbruches durch die Corona-Krise den Abstieg verhinderten, ist nun der Klassenerhalt.

Beim SV Merkur Volkstedt wird der Kader für die anstehende Saison der Kreisoberliga Mansfeld-Südharz weiter ergänzt. Der Aufsteiger holte sich den vierten Neuzugang ins Boot. Künftig spielt Patrick Hahndorf für Merkur. Der 23-Jährige kommt vom Kreisoberliga-Kontrahenten Grün-Weiß Wimmelburg. (mz)