Schöffengericht in Sangerhausen

Einbrecher müssen in Haft - Zwei Männer nach Serie in Allstedt verurteilt

Von Frank Schedwill 23.10.2021, 16:06
Ein Richterhammer
Ein Richterhammer Foto: dpa

Sangerhausen/MZ - Nach mehreren Einbrüchen sind zwei Männer vom Schöffengericht in Sangerhausen zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Ein 34-jähriger Arterner muss für zwei Jahre und sechs Monate in Haft, ein 35-jähriger Voigtstedter für acht Monate. Beide waren erheblich vorbelastet und standen zur Tatzeit auch unter Bewährung.

Die Richter unter Vorsitz von Sven-Olaf Zärtner sahen es als erwiesen an, dass beide Angeklagten Anfang dieses Jahres unter anderem mehrfach in eine Metallwarenfirma in Allstedt eingedrungen waren und dort Werkzeuge, etwa 200 Kilogramm Kupferkabel sowie etwa 150 sogenannte Kalibrierungsgeräte aus Messing entwendet hatten. Die Beute wollten sie dann zum Großteil bei einem Schrotthandel in der Region verkaufen.

In einem der Fälle hatten sie die Vereinsräume des benachbarten SV Allstedt aufgebrochen und waren so auf das Gelände der Metallfirma gelangt.

In der Nacht vom 6. zum 7. März wurden sie dann von einem Wachmann auf frischer Tat erwischt, den die Firma nach der Einbruchserie engagiert hatte. Der informierte das Polizeirevier. Beamte konnten die Männer festnehmen. Der 34-Jährige, der nach Ansicht der Richter auch noch ein Moped entwendet hatte, stritt die Taten in der zweitägigen Hauptverhandlung ab. Gegenüber der Polizei hatte er aber zuvor den Klau der Simson-„Schwalbe“ bereits zugegeben.

Der Mann hat mittlerweile Berufung gegen sein Urteil eingelegt. Bei dem anderen wurde es rechtskräftig. Die Taten hatten mehrmals für Schlagzeilen gesorgt.