Kommen sie mit natürlichem Tageslicht aus?

Allstedt testet Solar-Laternen - Firma stellt Modelle ein Jahr lang gratis zur Verfügung

Von Grit Pommer 21.09.2021, 09:00 • Aktualisiert: 21.09.2021, 09:13
Blick auf zwei Solar-Straßenlaternen. (Symbolfoto)
Blick auf zwei Solar-Straßenlaternen. (Symbolfoto) Foto: imago images/YAY Images

Allstedt/MZ - Zwei neue Straßenlaternen sollen demnächst in der Einheitsgemeinde Allstedt aufgestellt werden. Klingt vollkommen unspektakulär, ist aber nicht ganz uninteressant. Denn bei den Lampen, die in der Kernstadt an der Kohlstraße und im Ortsteil Holdenstedt an der Kirche ihren Standplatz bekommen sollen, handelt es sich um reine Solarlaternen. „Sie werden komplett aus Sonnenenergie gespeist und brauchen keine weitere Stromversorgung“, erklärt Allstedts Bauamtsleiter Aribert Lisker.

Die Stadtverwaltung bekommt immer mal wieder Werbung von Leuchtenproduzenten zugeschickt - auf diesem Wege ist man auf die Solarlaternen aufmerksam geworden. Bevor man sich dauerhaft für solche Lampen entscheidet, will man sie aber erst mal testen. Kommen sie tatsächlich mit dem natürlichen Tageslicht aus? Auch im Winterhalbjahr, wenn es lange dunkel ist und auch die Tage öfter grau sind?

Allstedt kann die Laternen ein Jahr gratis testen

Ein Jahr lang kann Allstedt die beiden Laternen gratis testen und sich dann entscheiden, ob man sie dauerhaft nutzen möchte. „Wir bezahlen nur die Lieferkosten und müssen uns ums Aufstellen selbst kümmern“, sagt Lisker. Die Fundamente für die Lampen seien schon vorbereitet. Eigentlich hätten sie im Spätsommer auch schon aufgestellt werden sollen. Doch die Lieferung verzögert sich. „Das ist das gleiche Problem wie zurzeit fast überall“, sagt Lisker. Man sei aber optimistisch, dass die Solarlaternen nun bald installiert werden können.

Die sind nicht nur wegen der Einsparung bei den Stromkosten eine interessante Option, sondern auch, weil man für sie keine Erdverkabelung braucht. Damit könnten sie auch eine gute Lösung für Standorte sein, an denen man nur punktuell für Licht sorgen will.

Für das laufende Haushaltsjahr plant Allstedt mit Energiekosten von 115.000 Euro für die Straßenbeleuchtung in der Kernstadt und den Ortsteilen. Das ist bereits fast ein Drittel weniger als im Jahr 2015, weil laufend stromfressende Natrium- und Quecksilberdampflampen durch sparsame LED-Leuchten ersetzt werden. In diesem Jahr läuft ein gut 139.600 Euro schweres Investitionsprogramm, mit dem unter anderem in Mittelhausen, Holdenstedt, Einsdorf, Einzingen, Katharinenrieth, Niederröblingen, Winkel und Sotterhausen in größerem Stil LED in die Straßenlaternen eingebaut werden.