Fit für die Zukunft

50Hertz beginnt Arbeiten am Umspannwerk in Klostermansfeld

Von Daniela Kainz 13.10.2021, 06:00
Das Umspannwerk in Klostermansfeld
Das Umspannwerk in Klostermansfeld (Foto: Jürgen Lukaschek)

Klostermansfeld/MZ - Das Unternehmen 50Hertz hat mit der Erweiterung des Umspannwerkes Klostermansfeld begonnen. Das Stromdrehkreuz im östlichen Harzvorland soll laut Presseinformation künftig „mehr Strom aus dem Verteilnetz der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom (Mitnetz) aufnehmen und über die bestehende 380-kV-Leitung zwischen Bad Lauchstädt und Wolmirstedt abtransportieren können“. In der Region seien neue Windparks, die Erneuerung von Windrädern sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen geplant.

„Für die Energiewende brauchen wir nicht nur leistungsfähige Leitungen, auch die Umspannwerke müssen kontinuierlich erweitert werden, um den regenerativ erzeugten Strom aus den unterlagerten Netzen aufnehmen und dann in die Lastzentren transportieren zu können“, so Frank Golletz, Technischer Geschäftsführer von 50Hertz.

Energieversorger hat noch weitere Pläne

Auf einer Erweiterungsfläche von knapp zwei Hektar werden laut Unternehmen zwei neue 380/110-kV-Transformatoren sowie die dazugehörigen Transformator- und Leitungsschaltfelder errichtet, teilt das Unternehmen mit. Die Anlage könne nach der Erweiterung etwa ein Gigawatt Leistung aus Erneuerbaren Energien aufnehmen. „Um diese Leistung abzuführen, wird die am Umspannwerk vorbeiführende Freileitung komplett an das Umspannwerk angeschlossen“, heißt es weiter. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für 2023 vorgesehen. Die Investitionskosten betragen rund 30 Millionen Euro.

Die Erweiterung des Umspannwerkes Klostermansfeld ist nach Angaben des Energieversorgers „nur eines von zahlreichen Projekten, um immer mehr Strom aus Erneuerbaren Energien aufzunehmen und verteilen zu können“. Erst vor zwei Monaten habe das Unternehmen ein neues Umspannwerk in Altdöbern in der Lausitz in Betrieb genommen. Weitere Projekte würden sich im Bau oder in der Planung befinden.