Firekids aus dem Unterharz

Firekids aus dem Unterharz: Mini-Wehr löscht Feuer im Wald

Straßberg - Einsatz für die „Firekids“: Die Mädchen und Jungen aus der Kinderfeuerwehr Straßberg, Siptenfelde und Güntersberge sind „alarmiert“ worden, weil im Wald ein „Feuer“ zu löschen ist. „Ihr wisst alle, was ihr zu tun habt?“, fragt Dörte-Marie Lorenz von der Feuerwehr Straßberg. Sie betreut die Kinderfeuerwehr gemeinsam mit Stefanie Hartung von der Siptenfelder ...

Von Petra Korn
Feuer und Randale im Wald?  Das ruft den Förster auf den Plan - und dieser die Feuerwehr,  die „Firekids“.
Feuer und Randale im Wald?  Das ruft den Förster auf den Plan - und dieser die Feuerwehr,  die „Firekids“. Urheber: Chris Wohlfeld

Einsatz für die „Firekids“: Die Mädchen und Jungen aus der Kinderfeuerwehr Straßberg, Siptenfelde und Güntersberge sind „alarmiert“ worden, weil im Wald ein „Feuer“ zu löschen ist. „Ihr wisst alle, was ihr zu tun habt?“, fragt Dörte-Marie Lorenz von der Feuerwehr Straßberg. Sie betreut die Kinderfeuerwehr gemeinsam mit Stefanie Hartung von der Siptenfelder Wehr.

Die Kinder nicken. Konstantin streift sich die gelbe Einsatzleiter-Weste über. „Ein bisschen groß“, stellt er fest - und teilt dann seine Einsatzkräfte ein. Die schnappen sich die Schläuche - für eine ordentliche Wasserversorgung inklusive Pumpe im Mühlgraben haben die Großen bereits gesorgt - und schon saust die Gruppe  es  mit dem kleinen Feuerwehrauto an der Spitze los.

An diesem Nachmittag steht auf dem Hütteplatz in Straßberg noch einmal  eine Übung auf dem Programm. Am Sonnabend, 3. September, wollen die Mädchen und Jungen der „Firekids“ beim „Zweiten gemeinsamen Siptenfelder Vereinsfest“- wie übrigens auch schon beim Hütteplatzfest in Straßberg - zeigen, was sie bereits gelernt haben. „Dafür haben wir einen Spielplan entwickelt“, sagte Dörte-Marie Lorenz. „Das ist auch für die Kinder einfacher zu lernen.“ So  zeigen die Mädchen und Jungen anhand des „Drehbuchs“ eine richtige Handlung - vom Entdecken des Feuers bis hin zum Abschluss des simulierten Löscheinsatzes im Wald.

Die „Firekids“ wurden im Jahr 2009 gemeinsam von den Feuerwehren Straßberg und Siptenfelde ins Leben gerufen. Schon die Jüngsten sollen sich auf spielerische Art für die Feuerwehr begeistert und  an das Thema herangeführt werden, sagt Stefanie Hartung. Gestartet ist die Kinderfeuerwehr  mit 26 Mädchen und Jungen. Seit 2013 arbeiten  auch die Güntersberger bei den „Firekids“ mit. „Wir treffen uns 14-tägig freitags immer abwechselnd in den Ortschaften“, erklärt Stefanie Hartung. Für diese Treffen gibt es - wie bei den Großen - auch  einen richtigen Dienstplan. „Wir haben verschiedene Themen, die teils an die Feuerwehr angelehnt sind. Wir machen zum Beispiel Knotenkunde oder Schlauchkunde, befassen uns mit den Fahrzeugen der Feuerwehr oder der Ausrüstung eines Feuerwehrmannes bzw. einer Feuerwehrfrau.“

Spaß kommt nicht zu kurz

Wie Stefanie Hartung weiter sagt, stehen aber auch Fragen wie das richtige Verhalten im Brandfall, was beim Absetzen eines Notrufes zu beachten ist oder die Erste Hilfe im Mittelpunkt. „Das sind wichtige Themen.“ Natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Dafür sorgen zum Beispiel Wasserspiele - wie auch am Übungsnachmittag in Straßberg -, Sport oder in den Ferien, wenn Sommerpause ist, eine größere Fahrt. „Da lassen wir uns immer etwas einfallen“, sagt Stefanie Hartung. In diesem Jahr waren die „Firekids“ übrigens in der Westernstadt Pullman City.

Einige der Mädchen und Jungen, die ihre ersten Feuerwehr-Schritte bei den „Firekids“ getan haben, gehören inzwischen zu den  Jugendfeuerwehren Straßberg/Siptenfelde bzw. Güntersberge. Wie viele es genau sind, kann Stefanie Hartung nicht sagen. „Aber wir konnten jedes Jahr drei, vier Mädchen und Jungen in die Jugendfeuerwehren übergeben.“ Aktuell arbeiten bei der Kinderfeuerwehr 17 Kinder mit. Interessierte sind bei den „Firekids“ immer willkommen. Sie können einfach zum Dienstabend kommen oder über die Internetseite Kontakt aufnehmen.
Informationen im Internet  unter www.kinderfeuerwehr-firekids.de

(mz)