Feuerwehr im einsatz

Erneut großer Brand am Brocken im Harz: 3.000 Quadratmeter in Flammen

Nach dem Großbrand am Dienstag im Nationalpark Harz, hat es erneut ein Feuer unterhalb des Brockenplateaus gegeben.

Aktualisiert: 29.04.2022, 08:50
Das Feuer konnte laut Feuerwehr zügig gelöscht werden. Der Bahnverkehr musste nicht eingeschränkt werden.
Das Feuer konnte laut Feuerwehr zügig gelöscht werden. Der Bahnverkehr musste nicht eingeschränkt werden. Symbolfoto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul

Wernigerode/dpa - Am Brocken im Nationalpark Harz hat es erneut gebrannt. Am frühen Donnerstagnachmittag sei es zu einem Brand einer etwa 3.000 Quadratmeter großen Grasfläche unterhalb des Brockenplateaus gekommen, teilte die Polizei mit. 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. Das Feuer konnte laut Feuerwehr zügig gelöscht werden. Der Bahnverkehr musste nicht eingeschränkt werden.

Mit dem Großbrand vor wenigen Tagen habe dieses Feuer nichts zu tun gehabt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Orte lägen mehrere Kilometer voneinander entfernt. Am Dienstag hatte ein Hektar Grasfläche mit Totholz in Flammen gestanden. Die Löschung gestaltete sich schwierig und zog sich über mehrere Stunden hin. Die Ursache für den Großbrand sei weiter unklar. Die Ermittler schließen auch Brandstiftung nicht aus, wie ein Sprecher der Polizei am Donnerstag erklärte.

Zukünftig Löschwasserbehälter für Feuerwehr im Nationalpark Harz?

Die Harzer Schmalspurbahn (HSB) hatte am Dienstag ihren Betrieb für Ausflügler eingestellt - und eine Reihe von Menschen musste wegen des Feuers eine Zeit lang auf dem Brocken ausharren.

Sachsen-Anhalts Feuerwehr hält angesichts der Brand-Gefahrenlage im Nationalpark Harz Löschwasserbehälter für unumgänglich. Ansonsten müsse man zukünftig mit Bränden größeren Ausmaßes, Personenschäden und einem exorbitanten materiellen und personellen Aufwand bei der Brandbekämpfung rechnen, sagte der Chef des Landesfeuerwehrverbandes, Kai-Uwe Lohse. Die fest installierten Löschwassertanks widersprechen allerdings der auf Naturbelassenheit bedachten Philosophie des Nationalparks.