Endrunde an der Konsole

Endrunde an der Konsole: Vereine in Anhalt-Bitterfeld tagen E-Sport-Kreisliga aus

Köthen - In zwei Gruppen ermitteln Fußball-Teams aus dem Landkreis die Halbfinalisten. Die Youngsters der SG Reppichau gelten als Titelfavorit.

Von Uwe Lehmann
In Corona-Zeiten wird E-Sport immer beliebter.

Jetzt wird es ernst. In der im November 2020 ins Leben gerufenen E-Sport-Kreisliga Anhalt-Bitterfeld, dabei handelt es sich um das erste Fifa 20-Online-Turnier im Landkreis, beginnt am Wochenende die entscheidende Phase. Es steht der erste Spieltag der Endrunde an.

Im November/Dezember lieferten sich die 20 Mannschaften in zwei Vorrundenstaffeln spannende Partien. Nicht auf dem grünen Rasen. Nein, an der Spielekonsole standen sich die Fußballer des Landkreises gegenüber. Für die sonst auf dem Sportplatz ihrem Hobby nachgehenden Sportler war und ist dieses Event eine willkommene Abwechslung.

1. FC Bitterfeld-Wolfen und die SG Ramsin sicherten sich in den Play-off-Spielen die Endrundentickets

„Ich finde die E-Sport-Liga klasse. Eine tolle Idee“, sagt Patrick Brieg, der für die SG Ramsin an der Konsole aktiv ist. „Ich möchte mich auch bei den Organisatoren bedanken, die das sehr gut managen.“

Einer bei dem die Fäden der Organisation zusammenlaufen ist Eric Richter von Preußen Greppin. „Die Vorrunde verlief super. Viele spannende Spiele. So kann es weitergehen“, findet er.

Weitergehen wird es nun mit der Endrunde. Der 1. FC Bitterfeld-Wolfen und die SG Ramsin sicherten sich in den Play-off-Spielen die letzten zwei Endrundentickets. „Wir haben aber auch keine schlechte Vorrunde gespielt und hätten uns eigentlich schon vorzeitig für die Endrunde qualifizieren müssen“, verrät Patrick Brieg.

„Manchmal hat das Spielglück, aber auch die Konzentration gefehlt“

„Manchmal hat das Spielglück, aber auch die Konzentration gefehlt.“ Für Brieg ist die Gruppe mit Raguhn, Holzweißig und Rot-Weiß Thalheim II sehr ausgeglichen. „Da ist für mein Empfinden alles möglich.“

Brieg sieht wie auch Eric Richter die SG Reppichau als großen Turnierfavoriten. Die Youngsters von der SGR haben alle Vorrundenspiele gewinnen können. „Die sind on Fire“, so Brieg.

Reppichau muss sich mit dem Zörbiger FC, dem Paschlewwer SV und dem 1. FC Bitterfeld-Wolfen in einer Gruppe auseinandersetzen. „Wir kennen außer Zörbig die anderen Teams nicht. Trotzdem sehe ich uns als Favorit. Wir wollen ins Finale“, umreißt Kapitän Till Raeck das Ziel der SG Reppichau.

In der schwereren der beiden Gruppen befindet sich nach Ansicht von Sebastian Hügl der Paschlewwer SV: „Ich hoffe, dass wir auch noch den Schritt Richtung Halbfinale machen können. Anfangs war unser Ziel, die Gruppenphase zu überstehen. Das haben wir ja erfolgreich gemeistert.

Das Finale und die Partie um den dritten Platz sind für den 13. Februar geplant

Nun werden wir mal sehen, was noch so möglich ist. Wir nehmen mit, was kommt“, sagt Hügl. Gespielt wird in den beiden Endrundengruppen mit Hin-und Rückspiel. Auch im Halbfinale, wofür sich die beiden Ersten und Zweiten aus jeder Staffel qualifizieren, wird in diesem Modus gespielt. „Wir haben uns dazu entschieden, damit nicht gleich ein Team draußen ist, wenn es mal einen schlechten Tag hat“, berichtet Eric Richter.

Das Finale und die Partie um den dritten Platz sind für den 13. Februar geplant. Das Halbfinale am 31. Januar und 7. Februar. Aber in den nächsten drei Wochen stehen erst einmal interessante Gruppenpartien auf dem Programm. (mz)