Dumm gelaufen!29-Jähriger klingelt in Stendal bei der Polizei und landet hinter Gittern

Ein 29 Jahre alter Mann hat am Dreikönigstag in Stendal die Beamten der Bundespolizei um eine Auskunft gebeten. Das hätte er lieber nicht tun sollen, denn nun sitzt er im Gefängnis.

08.01.2023, 16:41
In Stendal hat ein  junger Mann bei der Polizei geklingelt, kurz darauf klickten die Handschellen. Foto: 
In Stendal hat ein  junger Mann bei der Polizei geklingelt, kurz darauf klickten die Handschellen. Foto:  dpa/symbol

Stendal/dur/mad - Wie heißt es im Volksmund doch so treffend? „Gehe nicht zu deinem Fürst, wenn du nicht gerufen wirst!“ Über diesen allgemein bekannten Ratschlag hätte ein 29-jähriger Mann in Stendal kurz nachdenken sollen, bevor er die Klingel eines Stendaler Polizeireviers betätigte. Denn nur wenig später klickten die Handschellen und der Mann landete hinter Gittern.

Wie die Bundespolizei mitteilte, klingelte der Mann am Freitagmittag am Bundespolizeirevier und wollte wissen, ob derzeit etwas gegen ihn vorliege. Die daraufhin durchgeführte Überprüfung des Fahndungssystems ergab dann gleich zwei Einträge, heißt es weiter. Zum einen ersuchte die Staatsanwaltschaft Freiburg wegen Leistungserschleichung nach dem aktuellen Aufenthaltsort des polnischen Staatsangehörigen.

Zum anderen hatte auch die Staatsanwaltschaft Fulda bereits im Dezember 2021 einen Vollstreckungshaftbefehl gegen den Mann ausgestellt. Demnach war er im Juni 2021 ebenfalls wegen Leistungserschleichung zu einer Geldstrafe von 750 Euro beziehungsweise einer Ersatzfreiheitsstrafe von 75 Tagen verurteilt worden. Da er weder die Geldstrafe beglich und zudem unbekannten Aufenthaltes war, erging der Haftbefehl.

Die Bundespolizisten in Stendal nahmen den Gesuchten daraufhin fest. Da er nicht in der Lage war, die geforderten 750 Euro zu zahlen, wurde er an eine Justizvollzugsanstalt übergeben. Beide ermittelnden Staatsanwaltschaften wurden unterrichtet.