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Wahrzeichen am Bierbrunnen Nach Diebstahl im August: "Puparsch" aus Salzwedel ist wieder da

Im August hatten Diebe in Salzwedel den "Puparsch" vom Bierbrunnen geklaut. Fast fünf Monate lang war er verschwunden – nun ist Salzwedels bekanntester Hintern wieder aufgetaucht.

Von dpa/DUR Aktualisiert: 04.12.2025, 17:01
Der "Puparschbierbrunnen" erinnert an die Tradition des Bierbrauens in Salzwedel.
Der "Puparschbierbrunnen" erinnert an die Tradition des Bierbrauens in Salzwedel. (Archivbild: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa)

Salzwedel. – Der im Sommer gestohlene „Puparsch“ vom gleichnamigen Brunnen in Salzwedel ist wieder aufgetaucht. Am Mittwochabend ist es einem Spaziergänger aufgefallen und es gab einen Hinweis an die Polizei, dass der Holzhintern wieder am Brunnen angebracht worden sei, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Polizei habe ihn dann zur Spurensicherung sichergestellt. Der Holzpo ist mit einem Graffiti beschmiert. Die Ermittlungen wegen Diebstahls laufen weiter.

Puparschbierbrunnen in Salzwedel erinnert an Bierbrauen

Der Puparschbierbrunnen in Salzwedel erinnert an die Tradition des Bierbrauens in der Hansestadt. Seit 1989 hängt dort der hölzerne Hintern.

Lesen Sie auch: Salzwedeler Jugendliche sorgen für einen Ersatz-Puparsch

Neben dem Brunnen ist ein Spruch angebracht: „Allen wird bekanntgemacht, dass keiner in die Jeetze kackt, denn morgen wird gebraut.“ Das bezog sich auf den Umstand, dass das Wasser des Flusses Jeetze ohne weitere Klärung zum Bierbrauen genutzt wurde.
Die Hansestadt nennt ihn „das nun inzwischen bekannteste Hinterteil der Altmark“ - und hatte im Herbst zu Spenden für ein neues Exemplar aufgerufen. Dabei waren nach Auskunft von Bürgermeister Olaf Meining bis zum 28. Oktober 2.124,44 Euro zusammengekommen.

Der hölzerne Hintern befindet sich seit einigen Jahrzehnten an dem Brunnen. 
Der hölzerne Hintern befindet sich seit einigen Jahrzehnten an dem Brunnen. 
(Archivbild: picture alliance / ZB)

Neuer „Puparsch“ für Salzwedel

Die Herstellung eines neuen „Puparsches“ sei bereits in Auftrag gegeben worden, so Meining. In Abstimmung mit dem Marketingausschuss soll dieser nicht, wie im Original, wieder aus Holz bestehen, sondern aus einem Bronzeguss gefertigt werden.
Die Stadtverwaltung sei ebenso überrascht gewesen, dass das Puparsch-Original wieder aufgetaucht ist, erklärte Stadtsprecher Andreas Köhler am Donnerstag auf Volksstimme-Nachfrage.

Da ein neuer bei einer Salzwedeler Künstlerin bereits in Arbeit sei, werde dieser auch statt des Originals angebracht, erklärt er. Und zwar so sicher, dass Diebe ihn nicht so leicht wieder mitgehen lassen können.

Übrigens hatten Jugendliche aus der Stadt mit Krepppapier und Klebeband einen „Übergangs-Arsch“ gezaubert - sogar mit entsprechendem Schild darunter. Dieser ist nun allerdings auch wieder verschwunden.