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Welle des Hasses in Bismark Kinder in Altmark angesprochen? Polizei warnt nicht vor Mann, sondern vor Hassposts

Ein Bild kursierte im Internet: Ein Mann soll in Bismark in der Altmark Kinder aus einem Auto heraus angesprochen haben. Nun warnt die Polizei eindringlich - vor Hasspostings in den Sozialen Medien.

Aktualisiert: 14.06.2024, 12:06
Zwei Kinder sollen angeblich in Bismark in der Altmark von einem Mann aus einem Auto heraus angesprochen worden sein. Es folgte eine Welle an Hasspostings.
Zwei Kinder sollen angeblich in Bismark in der Altmark von einem Mann aus einem Auto heraus angesprochen worden sein. Es folgte eine Welle an Hasspostings. Symbolbild: dpa

Bismark/DUR. - Zu einem Vorfall mit Kindern soll es am Mittwoch, 12. Juni, in Bismark in der Altmark gekommen sein, wie Postings in den Sozialen Medien zu entnehmen ist. Dies meldet die Polizei - und teilt mit, warum das Posten und Teilen dieser vermeintlichen Nachrichten zu ernsten Konsequenzen führen kann.

Kinder in Bismarck sollen von Mann angesprochen worden sein

Was war passiert? Am 12. Juni sei der Polizei gemeldet worden, dass in Bismark zwei Kinder aus einem Fahrzeug heraus durch einen Mann angesprochen worden seien. Daraufhin habe es eine Welle der Empörung in den Sozialen Medien gegeben. Dies sei auch dem betreffenden Mann nicht verborgen geblieben, der sein Fahrzeug in den im Internet kursierenden Postings erkannt habe. 

Mann kann Vorwürfe entkräften, doch der Hass wird weiter geschürt

Daraufhin habe sich der Mann bei der Polizei gemeldet und "konnte den Sachverhalt entkräften sowie die Fehleinschätzung glaubhaft aufklären". Es sei zu keinen strafbaren Handlungen oder rechtlich oder moralisch vorwerfbarem Verhalten gekommen, so die Polizei.

Anders sieht es jedoch für die Akteure in den Sozialen Medien aus: Sogenannte Hasspostings könnten strafrechtlich relevant werden, mahnen die Beamten.

Die Bevölkerung wird gebeten, solcherlei Beobachtungen oder sonstige Hinweise stets an die Polizei direkt zu übermitteln. In dringenden Fällen stehe der Notruf der Polizei unter der Telefonnummer 110 zur Verfügung. Daneben will die Polizei Präventionsarbeit an Schulen leisten. Eltern werden gebeten, Kinder im Umgang mit Fremden zu sensibilisieren, ohne Ängste zu schüren oder Panik zu verbreiten.