VorweihnachtszeitPolizei Sachsen-Anhalt warnt: Betrüger stehlen Geld im Internet mit Fake-Shops

In der Vorweihnachtszeit haben gefälschte Online-Shops Hochkonjunktur. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und zeigt, worauf geachtet werden sollte.

Aktualisiert: 13.12.2022, 16:05
Viele Menschen werden besonders in der Vorweihnachtszeit Opfer von betrügerischen Fake-Shops im Internet. Diese locken oft mit besonders lukrativen Schnäppchen und seltenen Artikeln. Symbolbild:
Viele Menschen werden besonders in der Vorweihnachtszeit Opfer von betrügerischen Fake-Shops im Internet. Diese locken oft mit besonders lukrativen Schnäppchen und seltenen Artikeln. Symbolbild: imago images

Wolmirstedt/Magdeburg (vs) - Die Polizei in Sachsen-Anhalt warnt: Zahlreiche Menschen werden in der Vorweihnachtszeit Opfer von Internetbetrügern. Eine Masche ist dabei anscheinend besonders beliebt: Fake-Shops, also gefälschte Internetseiten, die tatsächlich existierenden Online-Ladenzeilen bis auf wenige Ausnahmen verblüffend ähneln.  

"Wenn nach einigen Tagen noch immer kein Paket angekommen ist, sucht der Kunde den Kontakt zum Händler und stellt nach einigen kurzen Recherchen in den Suchmaschinen des Internets verblüfft fest, dass er auf einen Fake-Shop hereingefallen ist", erklärt ein Sprecher der Polizei. "Die Ganoven haben hier eine Form des Betruges entwickelt, die dem Kunden die Existenz eines Onlineshops vorgaukelt."

Günstige Artikel bei gefälschten Online-Shops

Die Internet-Seiten würden professionell aussehen und seien von seriösen Plattformen kaum zu unterscheiden. Aber: "Die Artikel werden meist deutlich günstiger angeboten, als bei den etablierten Händlern. Häufig sind sehr begehrte Gegenstände, die eigentlich kaum verfügbar sind, nur noch bei diesem Händler zeitlich begrenzt zu bekommen."

Dabei sei beim Bezahlprozess meist eine ausländische IBAN hinterlegt, auf die die Schnäppchenjäger häufig große Summen überweisen würden. Vor dem Kauf sollte der potentielle Käufer die besuchte Seite und die Verkaufsplattform prüfen. Außerdem könne der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale genutzt werden, um betrügerische Seiten zu identifizieren.

Betrug: Vorsicht bei Vorkasse und Überweisung

"Spätestens wenn Ihnen bei den Zahlungsmöglichkeiten nur noch Vorkasse oder Überweisung angeboten werden, dürfen Sie skeptisch werden", so der Polizeisprecher. "Ein Kauf auf Rechnung oder andere kundenfreundliche Zahlungsweisen wie Klarna sind bei seriösen Händlern Standard. Auch ein Blick auf das Impressum einer Seite lohnt sich. Fehlt dies, sollten Sie dort nichts erwerben." 

Deswegen empfiehlt die Polizei:

  • Prüfen Sie vor dem Kauf die Seriosität der benutzten Plattform!
  • Lasse Sie sich von zeitlich begrenzten Angeboten nicht unter Druck setzen!
  • Wenn Sie schon Geld überwiesen haben, informieren Sie schnellstmöglich Ihre Bank, damit die Zahlung gestoppt werden kann!
  • Sichern Sie alle Belege für die getätigte Online Bestellung!
  • Machen Sie Screenshots, wenn möglich! Die Polizei benötigt diese Informationen!
  • Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei!

Die Beamten mahnen dazu, besonders wachsam beim Online-Shopping, vor allem in der Vorweihnachtszeit, zu bleiben.